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Ablauf eines Wandertages


In unseren Breitengraden hat der längste Tag im Sommer mehr als doppelt so viele Stunden Tageslicht wie der kürzeste im Winter. Entsprechend wird man seinen Tagesablauf einteilen. Im Winter plant man, wenn überhaupt, nur eine kurze Mittagsrast ein, sind doch gerade die Mittagsstunden von der Temperatur her die angenehmsten zum Reiten. Man wird eine kürzere Tagesstrecke wählen als im Sommer, will man vor Dunkelheit am Ziel sein. Im Winter haben zwar Ross und Reiter meist eine schlechtere Kondition, aber bei Kälte werden sich beide trotzdem gern warmtraben! Im Sommer startet man früh, macht während der heißen Stunden langen Mittag und kann abends doch noch trödeln, die lange, laue Dämmerstunde genießen.

Im Frühjahr und Herbst sind alle Tageszeiten angenehm zum Reiten, und die Tagesstunden reichen - gut genützt - für beliebige Strecken zwischen 35 und 70km.

So oder ähnlich könnte ein Tagesablauf an einem Durchschnittstag, sagen wir Ende September, aussehen:

Der Stalldienst beginnt etwa zwei Stunden vor dem geplanten Start um 8 Uhr:

6 Uhr in den Stall, nachsehen, ob alles in Ordnung ist, wer gelegen hat. Hottl hat gelegen, Flora, na? Doch, lag auch, hat Stroh im Schweif, Luchs, du Igel, wieder im Mist gewälzt? Im Ernst, reden Sie mit den Pferden, die vertraute Stimme ist ein wichtiger Stimmungsvermittler. Lüften; Heu oder anderes Rauhfutter vorlegen.

6.20 Uhr tränken; morgens tränkt man immer satt! Heu fressen lassen. Pferde, die sich nicht stören lassen, kann man nebenher striegeln und bürsten (nie beim Hafer, das ist zu aufregend).

6.45 Uhr Hafer. Wenn die Beutel leer sind, ist Frühstückspause.

7.15 Uhr mit dem fertigen Gepäck zum Stall; Pferde putzen, Hufe auskratzen, Stroh aus Schweif und Mähne sammeln, das übliche Satteln, erst locker, dann vor dem Aufsitzen nachsatteln, besonders ruhig und sorgfältig. Dann Mantelsack und Packtaschen anschnallen und auftrensen. Stallhalfter nicht im Stall hängen lassen! Verstauen Sie's gleich in der Satteltasche.

8 Uhr Start. Der Hornist, so vorhanden, bläst den Abschiedsgruß an die Wirtsleute und dann zum großen Aufbruch. Die ersten zehn Minuten Schritt, dann kurze Pause. Gurte nachziehen, Gepäck überprüfen. Wenn sich die Pferde zum ersten Mal gelöst haben, geht man zu schnelleren Gangarten über.

In einer Landschaft mit Strecken, die in schnellem Wechsel bergauf und bergab führen, mit Wiesenwegen, Feldwegen, Asphalt (stets nur im Notfall), ergibt sich ein häufiger Wechsel der Gangarten von selbst. In gleichmäßig flacher Landschaft reitet man Schritt und Trab zu etwa gleichen Teilen, ab und zu unterbrochen von Galopp zur Erfrischung. Den Ort der Mittagsrast wollen wir möglichst mit trockenen Pferden erreichen! Entweder absatteln und weiden lassen, das ist bei gutem Wetter am nettesten; wenn Sie Hunger bekommen, kaufen Sie im nächsten Dorf ein schönes Vesper ein - es sieht zwar ein bisschen albern aus, wenn Sie Ihre Plastiktüten frei vor sich hertragen, wenn Sie traben, aber ein einladender Waldrand wird sich bald finden! Frei laufen lassen sollte man sein Pferd allerdings nur, wenn man weiß, wie man es nachher wieder erwischt. Eines sollte man immer anbinden oder festhalten.

Wenn man einkehren will, stellt man die Tiere zugfrei und bindet sie mit gelockerten Gurten kurz an, sie gehen dann bald in Ruhestellung über, später gibt's Wasser, dann Hafer in Fressbeuteln unter Aufsicht. Wenn man nicht eine halbe Stunde vor der Rast tränken konnte, tränkt man erst kurz vor dem Aufbruch.

Nach etwa zwei Stunden reitet man weiter, den größeren Teil der Tagesetappe haben wir schon hinter uns.

Ein bis zwei Stunden vor der Dunkelheit sollte man das Quartier erreicht haben, damit man nicht bei Dunkelheit in den unbekannten Stall muss. Absatteln; Sättel möglichst irgendwo aufbocken, Woilach zum Lüften mit der Pferdeseite nach oben legen, Trensen abwaschen, Sattellage mit kaltem Wasser auswaschen, möglichst im Hellen sorgfältig auf Satteldruck untersuchen. Hufe auskratzen. Die Reihenfolge dieser Handgriffe ist nicht festgelegt, aber auf jeden Fall muss der Stall vor dem Anbinden der Pferde auf Sicherheit geprüft sein. Abends bekommen sie zuerst zwei Drittel der Tagesmenge an Rauhfutter, dann wird nach einer halben Stunde getränkt, wenn man unterwegs nicht tränken konnte.

Wenn die Reiter gegessen haben, bekommen die Pferde Hafer: abends die Hälfte der Tagesration (morgens ein Viertel, mittags ein Viertel) - Ruhe.

An Ruhetagen kann man die Pferde vor dem Stall gründlich putzen. Da die Pferde es nicht gewöhnt sind, allein zu sein, holt man gleichzeitig zwei Pferde aus dem Stall und bindet das eine so lange an, bis das erste fertig ist.

Verzichten Sie beim Putzen auf den falschen Ehrgeiz, die letzte Schuppe aus dem Fell zu kratzen. Die fetthaltige Schicht ist als Kälteschutz nötig. Auch Sattel und Zaumzeug brauchen gründliche Pflege. An Ruhetagen kann man - theoretisch - mit dem Trossauto einen Ausflug machen. Wer Lust hat, tue es. Ich persönlich tu's nie mehr; der ruhige Pferderhythmus wird durch die Autohektik unterbrochen. Ich ziehe es vor, auf der Weide zu hocken und den Pferden zuzusehen, zu beobachten, zu notieren. Ich möchte einen Einblick in ihr Privatleben erhaschen, sie zeichnen oder genauso dösen wie sie.




Tabelle der Dämmerungszeiten und Tageslichtstunden



Datum

SA

SU

Tageslicht
Stunden Minuten

1. 1.

8.27

16.24

7

57

1. 2.

8.01

17.11

9

10

1. 3.

7.08

18.02

10

54

1. 4.

5.59

18.54

12

55

1. 5.

4.55

19.44

14

49

1. 6.

4.11

20.29

16

18

1. 7.

4.09

20.42

16

33

1. 8.

4.45

20.10

15

35

1. 9.

5.34

19.09

13

35

1.10.

6.22

18.01

11

39

1.11.

7.14

16.57

9

43

1.12.

8.04

16.18

8

14

21. 3.

6.24

18.36

12

12 Frühlingsanfang

21. 6.

4.04

20.42

16

38 Sommeranfang

23. 9.

6.09

18.19

12

10 Herbstanfang

22.12.

8.25

16.16

7

51 Winteranfang


Man bedenke, dass es an trüben Tagen früher dunkelt.

      

 




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