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Ausrüstung für Reiter und Pferd


Hat nun der wohltrainierte Reiter ein Pferd in guter Kondition, so muss er an die Ausrüstung denken. Hier gilt als Regel, das Bequemste und Legerste ist das Zweckmäßigste. Beim Wandern ist man nicht auf dem Turnierplatz, Eleganz ist nicht entscheidend. Beim engen Umgang mit dem Pferd wird man nun mal schmutzig, also ist es am besten, seine Kleidung - zumindest die Reithose - in einer Farbe zu wählen, die nicht allzuweit vom Graubeige des Pferdestaubes entfernt ist.

Bild 28. Startbereites Wanderpferd

Einfarbig schwarze Hosen sind fast so unzweckmäßig wie ganz weiße. Recht praktisch sind Pepitamuster, eine Hose, die die Reise schwarz-weiß begonnen hat, wird sie zwar bräunlich-beige beenden, aber sie bleibt gleichmäßig im Ton. Beim Wandern gibt es keinen offiziellen Dress, also nimmt man irgendeine »liebe« Jacke, etwas Bequemes, Gewöhntes, das bei Wind und Wetter schützt und bei Sonne nicht so leicht zu heiß wird. Leder ist da sehr gut oder ein Anorak. Eine kleine Kopfbedeckung, die man auch in die Tasche stecken kann, genügt. Da Sicherheit beim Wanderreiten oberstes Gebot ist, braucht man auch keine Sturzkappe. Hindernisse werden nicht gesucht, sondern umgangen. In den Lederstiefeln sollte man auch längere Strecken bequem gehen können. Gummistiefel sind auf die Dauer unangenehm, weil der Fuß darin schwitzt. Auf Sporen kann der Wanderreiter verzichten. Für die Stallarbeit ist ein grauer Arbeitskittel sehr nützlich. (Regenschutz siehe hier) Das Wichtigste, was man auch in Satteltaschen und Mantelsack - wenn man ohne Trossauto reist - mitnehmen muss, sind kleines Waschzeug, Ersatzhemd, Strümpfe und ein warmer Pullover, Regenschutz, leichte Hausschuhe, denn abends steigt man gern aus den Stiefeln, ferner Kleiderbürste und Stiefelwichse. Wichtig sind genügend Unterhosen, die gut sitzen, denn ausgeweitete werfen Falten; dann reitet man sich leicht auf, und das kann den Spaß am ganzen Ritt verderben. Lange Unterhosen - bzw. Strumpfhosen bei Damen - sind wichtig, weil man sich sonst die Knieinnenseite aufreibt - auch wenn man nicht immer mit Knieschluss reitet.

Scheuerstellen muss man auch beim Pferd vermeiden, deshalb verwendet man gut sitzendes Sattelzeug, an das das Pferd gewöhnt ist. Eine weiche Trense, mit möglichst wenig Leder am Kopf und einen Sattel, der gut passt, richtig gekammert ist, der Trachten hat und viele stabile Ösen zum Anschnallen von Satteltaschen und Mantelsack. Der unverwüstliche alte Wehrmachtssattel ist immer noch unübertroffen. Gewiss, er ist ziemlich hart, am allerhärtesten ist er - finde ich jedes Mal - am zweiten Tag nach dem Mittagessen, aber nach einigen Tagen wohnen Sie bestens in ihm. Für die Reise ist zusätzlich zur Filzunterlage ein Woilach gut, die Satteltaschen liegen nicht auf dem Fell auf, und man kann das Pferd auch einmal zudecken, wenn es kränkelt.

Bild 29. Mantelsack: In ein Stück Kunstleder (oder ähnliches Material) von 70 χ 70 cm mit Nahtzugabe wird zuerst der offene Reißverschluss eingenäht. Mit einer Steppnaht schließt man die Wurst und näht Schlaufen für die Packriemen auf. Zuletzt näht man die beiden runden Enden ein.


Für das Pferd gehört zum Nötigsten: Eine Allzweckbürste, die für die Mähne, zum Aufrauhen der Sattellage und zum Glattbürsten geeignet ist, Hufkratzer, leichtes Stallhalfter und Stricke, Beleuchtung (siehe hier), Leinensäckchen mit einer Haferration für den Mittag, Fressbeutel, Reiseapotheke - all die Pferdesachen werden in den Satteltaschen verstaut. Die Kamera hat da auch noch Platz, man kann sie mit einem Griff vom Sattel aus herausholen. Einen Ersatzsattelgurt kann man locker an den Strippen zusätzlich zum normalen Gurt mitnehmen, es sind ja immer noch einige Löcher frei. Einen Ersatzbügelriemen schnallt man um den Pferdehals. Die Satteltaschen werden an drei Punkten befestigt, damit sie beim Trab oder Galopp nicht zu sehr flattern. Man benützt beim Wandern keine Bandagen, es kommt zu leicht Schmutz hinein, der dann scheuert, oder sie gehen unterwegs auf, oder sie schnüren ein, wenn sie nass werden.

Den persönlichen Bedarf bringt man im Mantelsack unter, den man sich gut aus Segeltuch, Leder oder Kunstleder machen kann. Künstleder ist am besten zu verarbeiten, weil man es auf der normalen Nähmaschine nähen kann: Als zweckmäßig hat sich eine Größe von etwa 70cm Länge und 20 cm Durchmesser ergeben. Diese Wurst ist geräumig genug, und wenn man sie nicht allzu voll stopft, biegt sie sich gut über die Packstütze am Sattel. An Material braucht man ein Stück. Segeltuch oder Kunstleder, das 1 m x 80 cm groß ist, und einen ca. 40 cm langen Anorakreißverschluss, den man unten aushaken kann. Er lässt sich leichter einnähen als ein Reißverschluss, der unten zu ist. Das Schnittmuster zeigt das Bild 29.

Jetzt fehlen nur noch drei Laschen für die Riemen, mit denen die Wurst am Sattel befestigt wird, die Ösen für diese Riemen sind beim Wehrmachtssattel je 20 cm auseinander.



      

 




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