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Die erste Begegnung mit dem Pferd


Ein Mensch sieht ein Pferd: Er sieht es auf der Weide mit herrlich lässigem Schritt dahinziehen - er sieht es unter einem erstklassigen Reiter in einer Dressurprüfung, konzentriert und elegant, in stolzer Haltung traben — es könnte nicht besser seinem Bild von einem Pferd entsprechen; er sieht es in wildem Tempo auf einer Jagdstrecke: mit frappierender Sicherheit setzt es über alle Hindernisse; er sieht es in einem Stall stehen, und es sieht ihn an mit großen Augen. Kurz, er sieht ein Pferd und denkt: Das wäre mein Pferd!

Bild 1. Erste Reitstunde


Gesetzt den Fall, er hätte die Gelegenheit und den Geldbeutel, sich dieses Idealbild auf der Stelle zu erwerben, so müsste er ein alter abgeklärter Pferdekenner sein, um wirklich das für ihn richtige auf den ersten Blick erkannt zu haben. Denn was nützt die ganze Eleganz, wenn seine reiterlichen Fähigkeiten nicht ausreichen, diese zur Geltung zu bringen, was nützt ein teuflisches Jagdtempo, wenn er friedlich spazierenreiten will, was das feurigste Auge, wenn er sich nicht in den Stall getrauen kann.



Erfahrungsgemäß sieht die Begegnung mit dem ersten Pferd, mit dem man persönlich zu tun hat, auch ganz anders aus. Da steht es in der Mitte der Reithalle- der Reitlehrer hält die Longierleine in der Hand -, es ist ein bisschen eckig, im Dienst am Anfänger abgestumpft, ohne Ausbindezügel würde es den Kopf müde vorstrecken.

Sie gehen auf das Tier zu, das kaum Ihrer Traumvorstellung vom Pferd entspricht, vielleicht haben Sie im Moment des unabwendbaren

Aufsitzenmüssens weiche Knie aus lauter Respekt vor Ihrer eigenen Courage, oder Sie gehen forsch mit der Unbefangenheit des totalen Laien auf das Pferd zu.

Im ersten Fall machen Sie aus lauter Befangenheit etwas richtig: Sie gehen langsam und konzentriert auf das Pferd zu. Jede hastige Bewegung muss dem Fluchttier Pferd zuwider sein, es erschrickt, und das Vertrauen zum Menschen ist gestört. Ruhe und Behutsamkeit sind bei aller nötigen Energie, bei allem Mut die wichtigsten Eigenschaften des Reiters. Ihr Schulpferd erschrickt nicht so leicht - sprechen Sie es an, freundlich und hörbar, gehen Sie nur hin! Zaghaftigkeit ist beim Reiten so wenig gefragt wie Hast oder gar Unwillen!

Fragen Sie heute nur nach seinem Namen, denn es ist kein namenloses Sportgerät, es ist eine Pferdeperson mit Namen und Eigenheit. Wie es geht, brauchen Sie gar nicht zu fragen, es ist fast belanglos; geschüttelt werden Sie bei einem harten Pferd zwar mehr, aber bei einem weichen auch, nur seien Sie freundlich zu ihm. Wenn Sie einmal über das Anfängerpferd hinausgewachsen sind, erinnern Sie sich vielleicht dankbar an seine Geduld mit Ihren unruhigen Beinen und Ihren zappeligen Händen.

Jahre später, wenn Sie sich als ausgebildeter Reiter fühlen können und vor einem fremden Pferd stehen, mit dem Sie ausreiten sollen, empfiehlt es sich dagegen sehr, möglichst viele Auskünfte über das Pferd einzuholen. Das gilt besonders, wenn niemand, der das Pferd kennt, mitreitet oder gar, wenn Sie alleine ins Gelände wollen. Sehen Sie sich das Pferd genau an: fragen Sie, ob es verkehrssicher ist. ob es bei besonderen Dingen oder Situationen unruhig wird: zum Beispiel beim Überqueren von Bahngleisen oder beim Zischen bremsender Lkws, bei Verkehrsschildern oder bei Plastiktüten im Wind. Fragen Sie, ob man es sehr treiben muss, damit Sie sich rechtzeitig mit einer Gerte versorgen können. — Wenn man keine braucht, lässt man sie besser daheim, man verliert sie leicht. — Manche Rösser erkennen die böse Absicht, wenn Sie unter einen Weidenbaum reiten wollen, und vermiesen Ihnen den Griff nach dem Stöckchen. Manche Pferde schlagen gegen die Gerte oder verkriechen sich hinter den Zügel, wenn sie zu hart angefasst werden. Reiten Sie das neue Pferd so weich wie möglich, Sie können dann Ihre Mittel steigern, wenn es nötig wird.

Fragen Sie, ob es bestimmte Wege in der Gegend nicht mag oder ob es auf dem Heimweg stürmt. Erkundigen Sie sich, bis zu welchem Umkreis es die Wege so gut kennt, dass es - überlässt man ihm die Führung - wieder heimfindet.

Nimmt es kleine Hindernisse auf dem Weg, zum Beispiel einen umgestürzten Baumstamm oder einen Graben, geht es durch Wasser? Beim Ausreiten ohne bestimmtes Ziel ist es viel besser, Unsicherheitsmomente erst einmal zu meiden, bis Sie mit dem Tier so vertraut sind, dass Sie das, was Sie von ihm verlangen wollen, mit einigem Nachdruck auch erreichen können.

In welcher Gangart es sich besonders gut und angenehm reiten lässt, das ergründen Sie am besten selbst, aber zunächst reiten Sie überhaupt noch nicht alleine aus!



      

 




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