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Flurschaden


Trockene, gelbe Steppen sind (waren) die Heimat vieler Reiterstämme Osteuropas und Innerasiens. Kaum hatten die Indianer in Nordamerika Pferde, wurden sie zu Reitervölkern und eroberten die gelbe Prärie! Trockene Steppe und Pferd, das gehört harmonisch und »schadlos« zusammen.

Auch bei uns ist die große Sehnsucht des Reiters im Gelände eine großflächige Landschaft mit goldgelben Stoppelfeldern, über die man nach Herzenslust galoppieren kann, mit den anderen um die Wette im Gefühl völliger Freiheit und unbändiger Freude! Dieser Hauch des Steppenglücks ist uns immerhin auch mitten in unserem dicht besiedelten Mitteleuropa mit seinem wechselvollen Klima gegönnt, wenn auch meistens nur für eine oder zwei Wochen im Jahr!

Um wirklich ungehemmt über die frisch abgeernteten Felder jagen zu dürfen, muss der Boden absolut trocken sein. So ist die Frage, ob Flurschaden entsteht oder nicht, weitgehend eine Frage des Feuchtigkeitsgrades der Böden. Bei Reitjagden, die auch bei Regen am verabredeten Tag über die Stoppeln geführt werden, ist vorher mit jedem einzelnen Bauern ein Abkommen getroffen, und entstandene Flurschäden müssen entschädigt werden. Um regennasse Wiesen zu schonen, wird oft kurzfristig die ganze Jagdstrecke geändert, denn eine Herde galoppierender Pferde kann eine Wiese in einen Acker verwandeln.

Wir wollen als einzelne Spazierreiter oder Wanderreiter in kleinen Gruppen jedoch Flurschaden von vornherein vermeiden. Wir sind deshalb trotzdem nicht absolut an die Wege gebunden, doch wir müssen wissen, wann und wo wir reiten dürfen. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, man dürfe in der vegetationslosen Jahreszeit überall über Felder und Wiesen reiten. Der Satz gilt auch umgekehrt: Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, man dürfe während der Vegetationszeit niemals über Felder und Wiesen reiten. Über Wiesen, die im Juni gerade abgeheut sind, kann man mitten in der Vegetationszeit reiten, wenn sie wirklich trocken sind! Wenn das Pferd vor Ihnen hufgroße Dreckklumpen aus dem Boden reißt, die Ihnen um die Ohren fliegen, war der Boden zu nass! Sehen Sie sich auf alle Fälle immer mal wieder nach den Spuren um, die die Hufe Ihres Pferdes hinterlassen.

Im allgemeinen darf während der Vegetationszeit nicht durch wachsende Bestände geritten werden.

Bild 13. Flucht nach allen Seiten durch spät startendes Wild

Bild 14. Langsam! Man reitet ruhig und auf Abstand an Weidetieren vorbei, damit diese die Umzäunung nicht umrennen


Von Oktober bis März sind Wintersaatäcker zu meiden. Unmittelbar nach einem Regen meidet man landwirtschaftliche Nutzflächen auch im Winter, zum Beispiel Felder mit überwinternden Futterpflanzen, wie die verschiedenen Kleearten. Leider ist in der modernen Landwirtschaft die Zeitspanne der abgeernteten Stoppelfelder sehr kurz geworden, im allgemeinen werden die Äcker heute gleich im Herbst umgepflügt - früher blieb die Stoppel bis zum Frühjahr liegen. Was heute im Winter noch steht, sind Äcker mit Klee-, Gras- oder Luzerneeinsaat, sie ist oft kaum zu erkennen. Solche Flächen sind manchmal mit Strohwischen oder Zweigen markiert, damit der Schäfer mit seinen Schafen sie meidet.

Bei Frost und Schnee kann man fast überall reiten, ohne Flurschaden befürchten zu müssen.

Im Wald halten wir uns grundsätzlich an gebahnte Wege oder Schneisen. Forststraßen meiden wir, wenn sie eine gegen Hufeisen empfindliche Oberfläche haben.

Für das Wild sind wir kein Störfaktor, man kommt mit dem Pferd näher an Wild heran als zu Fuß, besonders wenn die menschliche Stimme nicht zu hören ist! Es ist vielmehr oft so, dass wir uns vor dem Wild in acht nehmen müssen, spät startende Hasen und Fasane erschrecken ein Pferd leicht und können es zur Flucht veranlassen.

Eine weitere Möglichkeit, wie wir - wenn auch nur mittelbar - vermeidbaren Schaden verursachen können, sind Viehherden auf der Weide: Rinder sind, wie die meisten Tiere, sehr neugierig; sie sehen vorbeiziehenden Pferden fasziniert zu und ziehen mit. Wenn Sie schnell reiten, werden die Rinder zum Mitrennen animiert und können leicht Zäune - besonders elektrische - einreißen. Dann haben Sie eine Rinderherde als Begleitung und haben doch nie Cowboy gelernt. Wenn Weidetiere mitrennen, verringern Sie am Ende der Weide das Tempo! Besonders bei Pferden muss man aufpassen, manche Pferde, die selten auf der Weide stehen, regen sich sehr auf, eventuell muss man sich Schritt für Schritt entfernen, damit bei den eingezäunten Tieren keine Panik entsteht.

Reiten Sie unter keinen Umständen in eine fremde Koppel ein, selbst Fohlen verteidigen ihre Weide unter Umständen recht energisch. Man sollte selbst ein Beschnuppern über den Zaun vermeiden. Das soll nicht heißen, dass nicht gerade solche Begegnungen - eben auf Distanz - ganz besonders reizvoll sind. Beobachten Sie das lebhafte Mienenspiel der Tiere und ihre ausgeprägten Gänge, wenn sie mit stolz erhobenem Kopf und Schweif mit schwebendem Trab imponieren wollen!


      

 




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