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Mit Pferden unterwegs

Vom ersten Ausreiten bis zum großen Wanderritt


Wanderreiten gehört zu den schönsten Möglichkeiten, den Urlaub zu verbringen. Losgelöst vom Alltag, fernab vom Straßenverkehr und nur auf sich gestellt, erlebt der Reiter die Natur wieder nah und intensiv.

Angela Paysan, passionierte Wanderreiterin, gibt jedem, der sich auf das große Erlebnis vorbereiten will, präzise Hinweise auf alles, was zu bedenken ist. Wer mit will, muss mit der Abteilung seines Reitvereins oder Gleichgesinnten zuerst für ein bis zwei Stunden, dann vielleicht übers Wochenende im Gelände gewesen sein, damit er mit seinem Pferd völlig vertraut ist. Er muss Karten lesen können, den richtigen Sattel haben und wissen, was er an Gepäck mitnehmen kann. Er muss eine Ahnung haben von Pferdekrankheiten, von der Arbeit des Schmieds, er muss aber auch wissen, wo er seine Pferde unterwegs unterbringen kann, was im fremden Stall oder auf der Weide zu beachten ist. Der Tagesablauf muss genau überdacht werden; wann wird es hell und wann geht die Sonne unter. Darf man über Äcker oder Wiesen reiten, wie wird ein Bach durchquert, und wie verhält man sich bei einem Ritt in der Dunkelheit. Fragen über Fragen, die sich vor einem großen Ritt stellen. Angela Paysan beantwortet sie alle und vermittelt auch demjenigen, der sich einen Wanderritt über Tage oder Wochen nicht leisten kann, das Gefühl, dabei gewesen zu sein.

Dieses Tagebuch entstand nicht am Schreibtisch, sondern gibt Tonbandaufzeichnungen wieder, die während der Praxisfahrten gemacht wurden. Wie Sie selbst feststellen werden, ist es demzufolge nicht nach irgendwelchen Gesichtspunkten geordnet. Meine Praxis diktierte das Buch, es hält sich aber an keine Lehrbuchsystematik. Sie können als Leser das Buch genauso gut von hinten nach vorn lesen oder in der Mitte anfangen.



Vorwort
Einleitung
Die erste Begegnung mit dem Pferd
Der erste Ausritt
Das Pferd reagiert im Freien anders als in der Reitbahn
Was man vor dem ersten Alleinritt wissen sollte!
Zum ersten Mal allein mit dem Pferd im Gelände
Absitzen unterwegs
Was ist zu tun, wenn man heimkommt?
Zäumen, Führen, Satteln
Gangart und Tempo
Wege und Kartenlesen
Flurschaden
Pannen unterwegs
Erste Hilfe für Ross und Reiter
Reiseapotheke
Dicke Beine
Beim Schmied
Reitwetter
Nacht-Ritt
Reiterliches Verhalten Fußgängern gegenüber
Die Hottl - Porträt eines Wanderpferdes
Wanderritt - was für Pferde, was für Reiter?
Freundschaften und Feindschaften
Vorbereitung von Route und Quartier
Ausrüstung für Reiter und Pferd
Stalldienst (Anbinden, Füttern und Tränken)
Ablauf eines Wandertages
Tabelle der Dämmerungszeiten und Tageslichtstunden
Reitstil beim Wandern
Spiele mit Pferden unterwegs
Ein eigenes Pferd zum Sport oder zum Wandern
Versicherungsfragen
Herbstritt



Vorwort

Das Pferd hat in unserer von der Technik übersättigten Welt neue Chancen. Dem einfachen, mit der Natur verbundenen Leben gilt die Sehnsucht des modernen Menschen. Daher wendet sich die Jugend dem Pferde begeistert zu, sei es im Turniersport oder neuerdings in der Freizeit- und Wanderreiterei. In den letzten 25 Jahren ist aber das Wissen um die alte Pferdekultur weitgehend verlorengegangen, und nicht alle Pferde- und Reitbeflissenen wissen um das Wesen des Pferdes, um die Mühe und Fürsorge, um das persönliche Lernenmüssen, im Umgang mit dem Freizeitkameraden. Gerade diese Kenntnis ist aber Voraussetzung für ein gutes Verhältnis zwischen Reiter und Pferd.
Es ist ein langer Weg von der Unwissenheit bis zum verantwortungsvollen Umgang mit den anvertrauten Tieren. Es geht darum, durch Lernen und Beobachten die Pferde vor quälender Behandlung, vor Unbekümmertheit und falschem Ehrgeiz zu schützen. Dazu ist dieses aus der praktischen Erfahrung entstandene Buch ein guter Lehrmeister. Seine erfrischende Darstellung, sein richtig erfühltes Verhältnis zwischen Mensch und Pferd weisen den Weg zu einer vollen Freude mit den Pferden.




Einleitung

Hunnen, Türken und Kosaken kamen zu Pferde. Kreuzritter zogen ins Heilige Land, Gustav Adolf von Schweden durchquerte Deutschland, um den Evangelischen zu helfen, Friedrich der Große siegte mit seinen Reitergeneralen, Napoleon zog 1812 bespannt nach Russland und kam im Pferdeschlitten zurück.

Pferde waren in Krieg und Frieden die treuesten Helfer des Menschen. Sie zogen Kutschen, Wagen, Schlitten und Schiffe und waren für den Verkehr unentbehrlich.

Die Post bediente sich bis zum Bau der Eisenbahn der Relaisstationen, wo Pferdewechsel für Postkutscher und Postreiter stattfand. Entfernungen im Reiseverkehr maß man um 1840 noch in halben, dreiviertel und anderthalb Posten = Pferdewechsel, und das Reisen war anstrengend, beschwerlich und kostete viel Zeit. Freiherr von Knigge widmete in seinem berühmten Buch »Über den Umgang mit Menschen« 1790 ein lesenswertes Kapitel dem Reisen mit all seinen Tücken:

Wer zu Pferde reißt, sey es nun mit oder ohne Reitknecht, der darf sich nicht auf die Leute in den Wirthshäusern in Ansehung der Verpflegung seiner Cavallerie verlassen, sondern muss selbst besorgt seyn, oder seine Bedienten dazu anhalten, dass die Pferde in einem guten, reinen und gesunden Stalle, von fremden Gäulen getrennt, gehörig gewartet und gefüttert werden.

Man unternehme keine weite Reise auf Miethkleppern, wenn man nicht zuverlässig weiß, dass die Pferde gesund und gut sind, ein Paar Tage vorher geruht haben und frisch fortgehen; Denn wenn gleich die Pferde- Verleyher sehr ernsthaft zu bitten pflegen: man möge ja dem Gaule mit den Sporren nicht zu nahe kommen; er sey gewaltig feurig, so sind doch diese feurigen Bucephalen oft mit Sporren, Peitschen und Verwünschungen nicht aus der Stelle zu bringen.

Wenn ich nicht fürchtete, weitschweifig zu werden; so würde ich hier noch manche gewiss nicht unnütze Vorschrift geben, z. В. dass man fremde Pferde schonen; dass man, wenn man größere Reisen machen will, langsam in und aus dem Stall reiten solle; dass man nicht wohl thue, in Städten über Canäle, die mit Brettern bedekt sind, zu reiten, u. s. f. Man sage nicht, das dies bekannte Dinge sind! Sehr viel Leute lernen zu Pferde sitzen und Pferde bändigen, aber praktisch reiten lernt man nicht auf der Bahn. Das Fußgehen ist gewiss die angenehmste Art zu reisen.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges unterhielten die Heere Kavallerie, Artillerie und Tross mit Reit- und Zugpferden, und mancher ehemalige Soldat erinnert sich noch heute an Kamerad Pferd im Feld. In der Landwirtschaft galt das Pferdegespann noch 1950 als unentbehrlich für Pflegearbeiten auf dem Acker und in Steillagen. Heute braucht die deutsche Landwirtschaft keine Pferde mehr. Sie hat sich innerhalb von zwanzig Jahren vollständig auf Schlepper mit mehrscharigen Pflügen und auf hochentwickelte Landmaschinen — Mähdrescher, Vollernter, Spezialtransportfahrzeuge usw. - umgestellt. Die Arbeitsleistung des Bauern übertrifft heute die seines Vaters um das zehn- bis zwanzigfache. 1000 Liter Öl im Jahr haben ein Pferd ersetzt. Ohne Öl wird keine Furche mehr gepflügt. Am längsten hielten sich noch einige Pferdegespanne bei Bierbrauereien und Rollfuhrunternehmen. Pferdedroschken führen hier und da ein romantisches Dasein als Touristenattraktion, in Kurorten und in Weltstädten wie Berlin, Wien, Paris, sogar in New York.

Der Pferdebestand in der BRD betrug 1950 noch 1 570 000 Stück. 1970 wurden noch rund 253 000 Stück gezählt. Seit 1971 nimmt der Bestand langsam wieder zu. 1972 waren es 282 000 Pferde. Regional verschieden hat sich eine scharfe Wendung zum Sportpferd vollzogen. In sogenannten Reitanlagen, die wie Pilze aus der Erde schießen, sind Bestände von 40 bis 60 Reitpferden anzutreffen, die in Boxen und Ständern, oft in vollklimatisierten Ställen untergebracht sind und die meiste Zeit ruhend auf ihre Bewegungsstunde oder auf ihren Leistungssport warten.

Einer weiteren großen Zahl von Pferden, vorwiegend Ponys oder Ausländern, ist es gelungen, als Freizeitpferde Familienanschluss zu finden. Viele ihrer Besitzer interessieren sich nicht für Dressur, Parcours,

Turnier, Distanz- oder Jagdreiten, treiben also keinen Pferdesport, sondern halten Pferde ausschließlich zur Freude für Kinder und Erwachsene und nutzen jedes kleinste Stückchen Freizeit für Pflege und Reiten.

Für diese letzte Gruppe ist dieses Buch geschrieben, für die einsamen Nachfahren der früheren Postreiter, Kuriere und Reisenden zu Pferde. Ihre Wege sind heute freilich nicht mehr die der Geographie am günstigsten angepassten öffentlichen Verbindungsstraßen, weil diese Autopisten lebensgefährlich wären.

Die Wanderreiter haben es auch nicht mehr so eilig, ihre Strecke zu Pferd in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Das überlassen sie den Autos, den Postomnibussen und der Bundesbahn. Auch können sie normalerweise nicht mit einem Pferdewechsel an Relaisstationen rechnen, sondern müssen mit den begrenzten Kräften ihres eigenen Vierbeiners auskommen. Gerade diese letzte Forderung ist nicht so leicht zu erfüllen, weil der moderne Mensch an das Gaspedal seines nie ermüdenden Autos gewöhnt ist. Der Wanderreiter ist letzten Endes ein »Fußgänger«, der auf Reisen vielleicht pro Tag mit fünf bis sechs Stunden mal acht Kilometer rechnen kann. Mehr nicht. Er reist ja, um etwas zu sehen und zu erleben. Wo er Menschen begegnet, wird er Aufsehen erregen, und er muss sich dieser Tatsache würdig erweisen. Dieses Buch soll dazu beitragen, eine erfreuliche Synthese von Pferdeknecht, Reiter, Pferde- und Menschenfreund zu erreichen, und das ist wahrlich nicht leicht!


 




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