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Das Pferd reagiert im Freien anders als in der Reitbahn


Manches Pferd verhält sich im Freien so ganz anders als in der Bahn, dass Sie sich leise fragen: Ist es dasselbe Pferd? Ein Pferd, das in der Bahn ganz friedlich und willig ging, wirkt auf einmal nervös, scheut gleich und gerät vor Aufregung in Schweiß. Ein anderes, das Sie in der Bahn nie haben wollten, weil es so langweilig und träge war - Sie mussten immer entsetzlich treiben -, geht jetzt mit Schwung und Elan, aber trotzdem sicher und ruhig, andere allerdings gehen drinnen und draußen nahezu gleich.

Vieles von diesen Reaktionen ist Gewöhnung. Pferde scheuen vor Unbekanntem; für pflanzenfressende Steppentiere ist Flucht die angeborene Reaktion. Dinge, die sie als harmlos erkannt haben, verleiten sie nicht mehr zum Davonlaufen. Deshalb sind auch Pferde, die viel oder dauernd auf der Weide gehalten werden, viel weniger schreckhaft. In der Bahn ist die Sicht begrenzt, der Boden ist immer gleich, keine Steigung, kein Gefälle, es kommen keine Dinge von unerwarteter Seite (kommt doch etwas, macht jemand unvorsichtig oder heftig eine Tür auf, so entsteht nicht selten eine Panik, besonders in Anfängerabteilungen), kurz: in der Bahn können sich Reiter und Pferd ganz aufeinander und auf ihre Aufgabe konzentrieren. Dass geplagte Schulpferde vor Langeweile die Hufe durch den Sand ziehen, ist verständlich, besonders wenn ihre Reiter noch mit Obenbleiben beschäftigt sind und keine Aktion aus den Pferden herauszuholen verstehen. Es scheint mir, dass nicht nur die Reiter sich auf einen Ausritt freuen, auch die Pferde gehen naturgemäß gerne hinaus. Sie sind sofort viel wacher, vieles an Haltung, das Sie in der Bahn erarbeiten müssen, bringt das Pferd im Freien von selbst. Lebhaftes Spiel der Ohren, stärkere Aktion in den Gängen sind Ergebnisse geforderter Aufmerksamkeit. In der Bahn müssen Sie diese Aufmerksamkeit erwecken, im Freien wird sie zum Teil von der Umgebung verlangt. Das Pferd ist lebhafter, damit aber auch schreckhafter, es muss immerhin eine ganze Menge fremder Eindrücke verkraften: Straßen, Pkws, Lkws, Baulärm, Bahngleise, die glänzen, oder Pfützen, Maschinen, im Winde wehende Plastiktüten, schwarze Löcher oder ähnlich Bedrohliches.

Wegen dieser erhöhten Nervosität reitet man zum Beispiel die ersten zehn Schrittminuten nicht am »hingegebenen Zügel«, sondern am langen. Die Zügel ganz »hingeben«, d. h. durchhängen lassen und nur noch die Schnalle in der Hand behalten, kann man nur, wenn man sicher ist, dass das Pferd nicht erschrickt und ausbricht. Bis Sie den hingegebenen Zügel aufnehmen, vergeht zu viel Zeit, wenn eine schnelle Parade nötig ist. Pferde, die gerade aus dem Stall kommen, sind wach, stallmutig und bewegungshungrig, sie benützen gerne jeden Anlass, Erschrecken vorzutäuschen. Auf dem Heimweg, wenn sie müde und zufrieden sind, kann man sie auf der letzten Schrittstrecke am hingegebenen Zügel hintereinander herschlendern lassen; aber aufpassen, manche möchten so schnell wie möglich zu den gefüllten Hafertrögen! Bei der fortwährenden Ablenkung im Gelände ist es nicht verwunderlich, dass die Konzentration auf den Reiter geringer ist als in der Bahn. Bahnfiguren zu reiten wird meistens zu viel verlangt sein, man sollte sie vergessen. Selbst gute Reiter auf geschulten Pferden können da Schwierigkeiten haben, aber das werden Sie auch noch gar nicht versuchen wollen.

Wenn Sie nach ein paar Ausritten sicherer sind, können Sie Ihre Fortschritte testen. Am besten sprechen Sie vorher mit Ihrem Reitlehrer und gehen ganz an den Schluß, um niemanden zu behindern. Vergrößern Sie einmal den Abstand; wenn die anderen traben, versuchen Sie im Schritt zu bleiben, oder reiten Sie eine Volte, um dann erst mit Abstand nachzutraben, aber ganz ruhig! Das klingt wesentlich einfacher, als es ist, manche Pferde stellen sich an, als würden sie den Anschluss an das Leben schlechthin verlieren, wenn die Herde weiter weg ist. Verzagen Sie nicht, das nächste Mal haben Sie vielleicht ein Pferd, bei dem Sie schon besser durchkommen.

Bild 3. Nächst höhere Gangart (links). Nächst niedere Gangart (rechts)


Was man während eines Ausritts an Extras machen kann, hängt von der Größe der Abteilung ab, vom Können der Reiter und vom Gehorsam der Pferde. Je größer eine Gruppe ist, um so mehr Disziplin ist nötig. Wenn der Reitlehrer eine Gruppe mit zwölf Reitern, darunter noch einige Anfänger, hat, ist er froh, wenn er alle so ungefähr korrekt, auf mindestens zwei Pferdelängen Abstand geritten, durchs Gelände bringt. Sicherheit geht vor allem! Es ist mutwillig, sich gegenseitig oder gar den vorausreitenden Reitlehrer zu überholen — sei es wegen der Gaudi der fällig werdenden Schnapsrunde oder um zu zeigen, was für ein Kerl man ist. Wenn ein Pferd wirklich durchgeht, gehen leicht alle anderen mit, und in dieser Panik kann viel passieren.



Bei größeren Gruppen ist es auch notwendig, die Tempizeichen zu verwenden. Da man beim Geklapper vieler Hufe und bei den Gesprächen mit den Reitfreunden die Kommandos des Anführers nicht hören kann, wurden Tempizeichen eingeführt.


      

 




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