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Ein eigenes Pferd zum Sport oder zum Wandern


Wer reiten lernt, spielt bestimmt irgendwann mit dem Gedanken, sich ein eigenes Pferd anzuschaffen. Das erfordert viele Überlegungen und einschneidende Entscheidungen:

Kann man sich ein Pferd leisten, finanziell, zeitlich, räumlich? Es gibt zwei Möglichkeiten:

Bild 31. Auch bei Regen wollen die Pferde regelmäßig versorgt sein

1. Man hat Geld und stellt ein Pferd in einen Reitstall und holt es nur zum Reiten. Für die Haltung und Pflege bezahlt man. So ist das Pferd wohlversorgt, aber ohne allzu viel persönlichen Kontakt. Der Besitzer neigt zum Sportreiten, denn der Kontakt wird sich aufs Reiten konzentrieren, und darin will man weiterkommen. Man braucht also ein Pferd mit sportlichen Fähigkeiten, mit optischer Eleganz, Springvermögen oder Dressurtalent. Das sind teure Pferde aus der inländischen Pferdezucht oder Ausländer von bester Qualität, die Prüfungen ab Klasse Μ und S gehen. Zum Schutz der inländischen Pferdezucht sind Ausländer erst zu Prüfungen ab Klasse Μ und S auf Turnieren zugelassen. Solche Turnieranforderungen sind nur mit regelmäßigem Training zu erreichen, was natürlich eine Zeitfrage ist. Man braucht einen Pferdeanhänger, um sonntags zu Turnieren fahren zu können und im Herbst zu Jagden. Reiter mit diesen Ambitionen werden selten Wanderinteressen haben — viele, schöne und lange Ausritte ja, aber das ist etwas anderes. Diese Pferde sind zum Wandern zu teuer und auch - ohne umstellendes Training - ungeeignet (siehe hier).

2. Man wohnt im »Grünen« und hat Platz genug, um ein Pferd einzuquartieren - ideal ist die Weide mit Stall oder Unterstand am Haus oder nicht weit entfernt. Hier stehen »Robust- und Familienpferde«, wobei das Wort Familienpferd nicht nur bedeutet, dass das Pferd Anschluss an die menschliche Familie hat, sondern vielmehr Anschluss an die Pferdefamilie- die Herde, oder wenigstens ein anderes Pferd. Hier leistet der Pferdehalter die Pflege selbst, ersetzt also Bargeld durch Eigenarbeit. Bei dieser Haltung - man muss einigen Idealismus aufbringen, wenn man jahraus, jahrein bei jedem Wetter sein Pferd selbst versorgt - ist der persönliche Kontakt sehr viel inniger. Ausreiten (oder Fahren) wird der hauptsächliche Einsatz dieser Pferde sein, von seltenen Gastrollen in erreichbaren Vereinsreithallen abgesehen. Als Steigerung und Reitziel liegt das Wanderreiten näher als das Turnier. Dementsprechend findet man bei dieser Haltung - die Startsperre für Ausländer spielt nur beim Turnierinteresse eine Rolle - Pferde aller Rassen, Größen und Herkunft, Pferde, die in der Anschaffung billiger sind und ganzjährige Robusthaltung vertragen.

Ein Sport- oder gar Turnierreiter wird sein Pferd in Turnierkondition mit Recht nicht mitten in der Saison ein Wochenende oder länger zum Wandern verwenden, denn er hätte nachher einige Mühe, das Pferd nach dem langgestreckten, entspannten Wanderstil wieder zusammenzustellen, zu versammeln, »kurz zu reiten«.

Wanderreiten und Sport sind von den Endzielen her so verschieden, dass eine Entscheidung kaum zu umgehen ist. Zwischenformen und Situationen sind sicher möglich, vor allem für den Reiter. Entweder hat er verschiedene Pferde, oder er hat für einen Zweck ein eigenes und leiht sich für den anderen eines aus, nicht gerade zum Turnier, aber für konzentrierte Bahnarbeit oder zum Wandern. Es gibt hier und da Wanderunternehmen, vor allem im Ausland, aber zunehmend auch bei uns, wo man sich fürs Wochenende oder für mehrere Tage ein Wanderpferd leihen kann. Eine weitere Frage fordert eine Entscheidung in der einen oder anderen Richtung: Nicht nur das Pferd, auch der Mitmensch als Reitpartner ist wichtig! Hat man sein Pferd in einem Reitstall eingestellt, findet man dort auf alle Fälle andere Reiter, mit denen man sich in die Freuden und Probleme der Reiterei teilen kann. Hat man das Pferd bzw. die Familienpferde am Haus oder in der Nähe, so ist das Ideal, wenn die Pferdefamilie Anschluss an die Menschenfamilie hat, wenn Eltern und Kinder alle reiten, die Bindung durch so eine gemeinsame Aufgabe, so viele zusammen erlebte Freuden, ist sehr schön und stark.

Das Pferd als Herdentier lebt nicht gern einzeln und allein, auch der Mensch braucht auf die Dauer Reiterkameradschaft.





Versicherungsfragen


Ganz kurz noch die wichtigsten Versicherungen, die abgeschlossen werden können - nicht müssen. Es gibt beim Pferd keine Versicherungspflicht wie beim Auto.

Jedoch wird jeder Pferdehalter, ob er nun Besitzer von einem oder zwei Pferden oder ob es ein Reitstall ist, eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen, die ihn gegen Schäden absichert, die durch das Pferd verursacht werden, sowohl gegen Personen- als auch gegen Sachschäden.

Das betrifft den Tierhalter, nicht den Benützer. Der Reiter ist durch seine private Haftpflicht abgesichert. Wenn er eine Unfall- oder Lebensversicherung hat, sind Sportfolgen mitversichert. Außerdem gibt es noch eine Tierlebensversicherung, die aber nur bis zum neunten Lebensjahr des Pferdes abgeschlossen werden kann, bzw. mit Zuschlag noch im zehnten oder elften Lebensjahr. Später wird kein Pferd mehr in die Versicherung aufgenommen. Selbstverständlich bleibt es auch im höheren Alter versichert, wenn es rechtzeitig in die Versicherung aufgenommen wurde, sagen wir mit sieben Jahren.


      

 




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