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Kasper kommt zum Puppenfest

 

Seppel will nicht lesen lernen

Erster Akt

Großmutter:

Guten Tag, liebe Kinder. Ja, da staunt ihr, was? Heute muss ich euch begrüßen. Der Kasper ist nämlich noch nicht zu Hause. Ihr wisst doch sicher, dass er zur Schule geht, oder? - Jaaa, er ist schon im dritten Schuljahr und ein ganz fleißiger Schüler. Nur leider hat er jetzt nicht mehr so viel Zeit für euch, Kinder. Aber ihr wisst ja sicher selbst, wie das ist. Nachmittags müsst ihr sicher auch alle Hausaufgaben machen, oder? - Geht ihr auch so gerne in die Schule? - Aha! Könnt ihr denn schon alle lesen? Das ist ja fein. Wisst ihr, ich habe nämlich solche Sorgen mit dem Seppel, Alle Kinder freuen sich, wenn sie endlich lesen können. Nur der Seppel nicht. Er hat einfach keine Lust dazu. Habt ihr vielleicht eine Idee, was ich mit ihm machen soll? ... (schüttelt bei jedem Vorschlag der Kinder den Kopf) Ach, das habe ich alles schon ausprobiert. Es nützt einfach nichts. (Sie blickt plötzlich zur Tür- oder zum Bühnenrand.)

Oh, ich glaube, meine Kinder kommen aus der Schule. Ich höre sie schon. (Gretel, Seppel und Kasper stürmen herein.)

Gretel:

Hallo, Großmutter! (Sie gibt ihr einen Kuss.) Mensch, habe ich einen Hunger! Was gibt es denn Schönes zum Essen?

Kasper:

(schwenkt ein Schulheft) Großmutter, guck mal! Wir haben ein Diktat zurückbekommen. Rate mal, was ich hab'!

Großmutter: Na, wenn du so strahlst, bestimmt etwas Gutes.

Kasper:

(hüpft hin und her) Eine 2! Ich habe nur einen ganz kleinen Fehler gemacht.

Seppel:

(steht abseits und lässt den Kopf hängen)

Großmutter:

Na prima! Dann kommt erst mal zum Essen!

Gretel:

Der Seppel hat heute schon wieder eine 5 im Lesen gekriegt.

Seppel:

(frech) Na und! Das geht dich gar nichts an! Außerdem ist das ja gar nicht so wichtig.

Kasper:

Ach Gretel, lass den doch! Komm lieber mit in die Küche. (zieht Gretel von der Bühne)

Großmutter:

(nimmt den Seppel in den Arm) Ach Junge, wie soll das mit dir nur weitergehen? Hast du denn nie Lust, ein spannen des Buch zu lesen? Wie andere Kinder in deinem Alter?

Seppel:

Nöööö! Das ist doch furchtbar langweilig. Wozu auch? Ich höre viel lieber Radio oder Kassetten! Und noch lieber gucke ich Fernsehen. Das Programm könnt ihr mir ja schließlich vorlesen, (ab)

Großmutter: Hört euch das an, Kinder. Was sagt ihr dazu? - - - Ja, ihr habt ja recht. Vielleicht geschieht eines Tages doch noch ein Wunder, und der Seppel sieht es doch ein. (kopf schüttelnd ab)

Zweiter Akt

 

(Die Großmutter sitzt im Sessel und strickt; Seppel kommt herein.)

Seppel:

Du, Großmutter, der Fritz hat gesagt, gleich kommt ein toller Abenteuerfilm im Fernsehen. Kannst du mal eben nachgucken, wann der anfängt?

Großmutter:

Ach Seppel, ich muss erst noch das Muster zu Ende stricken. Versuch' es doch mal alleine. Du bist doch schließlich schon im dritten Schuljahr.

Seppel:

(holt die Zeitung und blättert darin) Hmm, was steht denn hier? (zeigt mit dem Finger auf das Blatt) - Beee, nein, Seee, - Ses, - Semos, - was? Se - sam, aha! Das heißt bestimmt Sesamstraße. Aber die will ich ja gar nicht gucken. Ich bin doch kein kleines Kind mehr. - Großmutter, hilf mir doch bitte mal!

Großmutter:

(seufzt) Na gut, dann hole mir mal meine Lesebrille.

Seppel:

(dreht sich um, kommt aber wieder zurück) Duu, Oma?

Großmutter: Was ist denn noch?

Seppel:

Weißt du, wir waren heute Nachmittag auf dem Spiel platz. Da ist eine ganz tolle Rollschuhbahn. Und fast alle Kinder aus unserer Klasse haben Rollschuhe.

Großmutter:

Und jetzt möchtest du auch Rollschuhe haben?

Seppel:

(nickt mit dem Kopf) Hmhm!

Großmutter:

 Ach Junge, du weißt doch, dass ich nicht so viel Geld habe. Ihr drei seid doch so schon teuer genug. Dauernd braucht ihr etwas Neues zum Anziehen, und die Schule ist auch nicht gerade billig. - Tja, es tut mir ja leid, aber da müssen die Rollschuhe eben noch warten. Der Kasper und die Gretel haben auch noch keine. - So, und letzt lauf und hol' meine Brille!

Seppel:

(langsam ab, Großmutter strickt weiter; Seppel kommt wieder.) Ich kann sie nicht finden. In der Küche und im Schlafzimmer habe ich nachgeguckt. Vielleicht liegt sie hier irgendwo.

Großmutter:

Ojeoje, wo habe ich sie denn nun schon wieder liegen lassen? Wenn ich doch nur nicht so vergesslich wäre!

(Kasper und Gretel stürmen herein.)

Kasper:

Oma, Oma, hast du schon die Zeitung gelesen?

Großmutter:

Nein, ich kann meine Brille nicht finden.

Gretel:

Oh, die habe ich heute morgen im Badezimmer gesehen. Ich hole sie schnell.

Kasper:

(schwenkt die Zeitschrift) Ein Lesewettbewerb! Mit tollen Preisen!

Großmutter:

Was? Erzähl' doch mal!

Kasper:

Hör zu, hier Steht: (rollt die Zeitschrift auseinander und liest vor) Kinder vom 1. bis zum 4. Schuljahr sind herzlich zu unserem diesjährigen Lesewettbewerb im alten Schloss eingeladen. Den Gewinnern winken Preise wie Bücher, Spiele, ein Fahrrad, Rollschuhe, Puppen und viele andere. Wer mitmachen möchte, soll sich in zwei Wochen um 15 Uhr einfinden Es lohnt sich bestimmt.

(Gretel kommt während der letzten Worte mit der Brille und reicht sie der Großmutter)

Ist das nicht toll? Wir machen natürlich mit! Vielleicht gewinnen wir etwas Schönes!

Seppel:

(hatte bei der Nennung der Preise aufgehorcht) Kasper, habe ich richtig gehört? Gibt es da auch Rollschuhe zu gewinnen? Die hab' ich mir schon immer gewünscht. Ob ich da wohl auch mitmachen kann?

(Gretel lacht ihn aus.)

Großmutter:

Na, ich weiß nicht. Da muss man schon besser lesen können als du.

Kasper:

Duuu? - Kinder, was meint ihr? Ob der Seppel das schafft... Nein, ich glaube es auch nicht. Er ist doch viel zu faul zum Lesen.

Gretel:

Kasper, komm' mit! Wir müssen üben! (beide ab)

Großmutter:

Na so was, jetzt habe ich bei der Aufregung ganz meinen Kuchen vergessen. Ich muss schnell in die Küche.

(ab)

Seppel:

Was? Ich soll das nicht schaffen? Ihr kennt mich alle noch nicht richtig. Pah, ihr werdet euch noch wundern. Zwei Wochen sind eine lange Zeit. Da kann ich jeden Tag üben, (geht langsam ab und murmelt dabei immer leiser werdend) W o habe ich denn nur mein Lesebuch? Ich brauche es doch zum Üben ...

Dritter Akt

Großmutter:

(strickt) Ich bin ja so neugierig. Heute ist der große Tag. Alle meine Kinder sind zum Lesewettbewerb gegangen. Sogar der Seppel. Er wollte unbedingt mit. Ich möchte bloß mal wissen, warum. Er wird wohl zuschauen wollen. - Wo bleiben sie denn nur? Jetzt sind sie schon zwei Stunden weg. Ob sie wohl etwas gewinnen? Was meint ihr, Kinder? ... Ach seht mal, da hinten kommt der Kasper schon angerannt als wäre der Teufel hinter ihm her.

Kasper:

(kommt keuchend und nach Atem ringend auf die Bühne; eine Hand versteckt er hinter dem Rücken.) Großmutter! Kinder! Ratet mal, was ich gewonnen habe?

Großmutter:

Wir können es ja doch nicht erraten. Sag' es uns doch!

Kasper:

(zieht die Hand mit den vier Kinokarten hinter dem Rücken hervor) Stellt euch vor: 4 Freikarten für's Kino! (umarmt die Großmutter) Da kann ich euch am Sonntag alle einladen.

Großmutter:

Das ist aber prima! Da freue ich mich! Zeig' mal her!

Gretel:

(tritt mit Seppel zusammen auf, jeder hat ein Paket im Arm.) Aber wenn du erst mal hörst, was ich gewonnen habe, da wirst du staunen! Eine Puppe, mit vielen verschiedenen Kleidern! Sie hat sogar echtes Haar, das man kämmen kann!

Kasper:

Jetzt kommt aber erst die größte Überraschung! Rate doch mal, wer die Rollschuhe gewonnen hat? (alle gucken Seppel an, der verlegen zu Boden sieht.)

Großmutter:

Doch nicht etwa ... (zweifelnd) du? (Seppel nickt.)

(nimmt ihn in die Arme) Das ist die größte Freude, die du mir jemals gemacht hast. - Aber wie hast du das nur geschafft? Es ist doch fast nicht möglich, (sie löst sich von ihm.) Ich kann es noch gar nicht glauben.

Seppel:

Hast du dich denn nicht gewundert, dass ich gar nicht mehr draußen gespielt habe? Ich habe jede freie Minute Lesen geübt. Und wie du siehst, kann ich es jetzt.

Gretel:

Jetzt brauchen wir dir wenigstens nicht mehr vorzulesen, was im Fernsehen kommt.

Seppel:

Und ich kann mir endlich die vielen schönen Bücher aus der Schulbücherei leihen. Eigentlich wollte ich das ja immer schon gerne.

Großmutter:

Dann kannst du mir ja jetzt auch mal was aus der Zeitung vorlesen.

Gretel:

Ja, und Bastelanleitungen für Modellflugzeuge lesen!

Großmutter:

So, nach diesen schönen Überraschungen habe ich aber auch eine Überraschung für euch. Sie steht in der Küche.

Kasper:

(schnuppert) Hmm, es riecht so nach ... Pflaumenkuchen mit Schlagsahne!

Großmutter:

(nickt) Ja, richtig geraten. Den habt ihr euch heute ja auch redlich verdient. Und dazu gibt es ...

Kasper,
Gretel und
Seppel:

(zusammen) ... heißen Kakao?

Großmutter:  Jawohl!

Kasper,
Gretel und
Seppel:

Hmmm, lecker! Das lassen wir uns nicht entgehen. Los, ab in die Küche! (ab)

Großmutter: Halt, die Kinder...! - Sie hören nichts mehr. Ja Kinder, ich habe euch heute begrüßt. Jetzt muss ich euch auch wieder verabschieden. Nehmt es dem Kasper nicht übel, aber ich glaube, er hat euch vor lauter Freude ganz vergessen. Was sagt ihr zu dem Seppel? Hättet ihr das gedacht? - - Nein, ich auch nicht. Dieser Teufelskerl! Er hat uns ganz schön an der Nase herumgeführt, nicht wahr? Aber mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. - Hoffentlich klappt bei euch in der Schule auch immer alles so, wie ihr euch das wünscht. - So, ich werde jetzt in der Küche nach dem Rechten sehen. Auf Wiedersehen Kinder, bis zum nächsten Mal! (Während sie von der Bühne geht, wird der Vorhang geschlossen.)

        

 




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