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Rennmäuse

(Fortsetzung)

 

Einrichtung und Zubehör

Bevor Sie ins Zoogeschäft gehen, sollten Sie sich schon über die Art der Behausung Gedanken gemacht haben. Nun brauchen Sie entweder einen Käfig (bzw. zwei, die Sie zum Verbund zusammenstellen) oder nur eine passende Inneneinrichtung, da Sie sich ein großes Terrarium oder Aquarium besorgt haben.

Für die Einstreu eines Käfigs wählen Sie als Bodenbedeckung Sand, der rund 3 Zentimeter hoch eingeschüttet wird. Darüber kommt eine Lage Holzspäne. In ein Aquarium geben Sie, wenn es die Höhe erlaubt, bis zu 20 Zentimeter Sand-Erde-Gemisch. Sie müssen also deutlich mehr Sand kaufen. Darüber geben Sie ebenfalls Holzspäne. Rennmäuse nagen sich als Ersatz für die Holzspäne Papprollen von Toiletten- und Küchenpapier in kleine Fetzen, was sie offenbar sehr gern und mit großem Eifer tun. Deshalb sind Holzspäne entbehrlich, wenn Ihnen ausreichend Papprollen zur Verfügung stehen. Wenn Sie Ihre Bekannten bitten, diese Rollen nicht wegzuwerfen, wird Ihnen immer genug Nachschub gebracht werden. Erde für die Aquariumhaltung können Sie oft nicht im Zoogeschäft erhalten. In einem Blumen- oder Gartenfachmarkt wählen Sie möglichst einfache sterilisierte, aber nicht vorgedüngte Blumenerde. Ins Rennmausheim wird ein Gemisch aus zwei Dritteln Sand (Vogelsand oder Kinderspielsand) und einem Drittel Erde gegeben.

Über die Frage, ob Rennmäuse ein Schlafhaus brauchen, streiten sich die Experten. Manche Rennmäuse lieben ihr Schlafhaus sehr, andere bauen sich mit ihrem Schlafmaterial eine Kuschelhöhle neben dem Häuschen. Sie machen nichts falsch, wenn Sie Ihrer Rennmausbande ein Schlafhaus anbieten. Ein kleines Hamsterhaus ist eindeutig zu klein, besser ist ein Meerschweinchen-Häuschen. Ein Holzhäuschen wird im Laufe der Zeit von den Tieren zernagt werden. Lassen Sie ihnen den Spaß, je natürlicher die Einrichtung für die Tiere, desto besser. Ein neues Schlafhaus kostet ja nicht viel. Als Nistmaterial bieten sich Hamsterschlafwatte, Küchentücher, Heu und Holzspäne an. Ferner sollten Sie den Rennmäusen ein Laufrad schenken. Denken Sie beim Kauf daran, dass Räder zur Montage an Gitterstäben in einem Aquarium nicht montiert werden können. In diesem Fall wählt man ein frei stehendes Rad, das fest in den Sand gestellt wird.

Wasserflasche und Futternäpfe müssen ebenfalls so eingekauft werden, dass man sie befestigen oder gut platzieren kann. Im Aquarium lässt sich eine Wassertrinkflasche mit Saugnäpfen befestigen. Dazu müssen Sie ein wenig improvisieren. Der Zoohändler wird Ihnen aus seinem Aquarienprogramm verschieden große Saugnäpfe anbieten können. Die beiden Futterschalen für Körner und Saftfutter sollten flach und aus Keramik sein und kippsicher auf einem Plateau z. B. das Dach vom Schlafhaus) im Käfig stehen, damit die Tiere nicht allzu viel Einstreu hineinscharren. Die Schalen sollten keinesfalls herunterfallen können.

Rennmäuse bauen sich in der freien Natur Höhlen und unterirdische Kammern. In einem Einzel- oder Verbundkäfig können Sie diese nicht selbst graben. Deshalb bieten Sie ihnen nun Kletterröhren und Höhlen an. Als solche genügen schon Pappröhren, die zum Hindurchsausen genauso gern angenommen werden wie zum Zernagen. Dasselbe Schicksal widerfährt kleinen Schachteln mit runden Öffnungen. Erst werden die Verstecke erkundet, dann zernagt. Als dauerhafte Höhle können Sie einen umgestülpten Tonblumentopf nehmen. Manche davon haben eine so große Bodenöffnung, dass Rennmäuse hindurchpassen. In diesem Fall muss man ihnen eine Aufstiegsmöglichkeit schaffen, zum Beispiel durch ein Leiterchen. Einfacher ist es, am Rand des Tontopfes eine Kerbe herauszubrechen.

Je nachdem, ob Sie die Spiel- und Turnmöglichkeiten im Käfig selbst basteln oder lieber kaufen wollen, überlegen Sie sich nun, was Sie dazu alles besorgen müssen. Leitern, Plattformen und zusätzlich ein Hamsterschlafhaus als Vorratskammer bieten sich an, wenn es die Größe der Rennmausbehausung erlaubt.

Für den Heimtransport gibt der Händler die Rennmäuse in eine Transportschachtel, die aber nur für kurze Strecken geeignet ist. Denn zwei Tiere, die sofort damit beginnen, die dünne Pappe zu zernagen, haben im Nu ein Ausschlupfloch gefressen. Besser ist es also, die Transportschachtel in den Käfig zu stellen oder während der Fahrt aufzupassen, dass die Nagezähnchen nicht am Werk sind.

Die Hobbyzucht bringt immer neue Farben und Fellmuster hervor. Oben: Eine Chinchilla-Schecke.

Ein schwarzes Tier.

Das müsste auf Ihrem Einkaufszettel stehen

Aus dem Zoogeschäft:

• mindestens zwei Rennmäuse

• ein großer oder zwei kleine Käfige, falls Sie kein Aquarium haben

• Vogelsand

• Holzspäne-Einstreu

• großes Schlafhaus

• Hamsterschlafwatte

• Heu

• Laufrad

• Wassertrinkflasche mit Befestigung

• zwei flache Keramik-Futterschalen

• für große Käfige: Leitern, Plateaus, kleines Schlafhaus

Aus dem Gartenmarkt:

• Erde bei geplanter Terrarienhaltung

• Tonblumentöpfe Aus dem Baumarkt:

• Drainageröhren bei geplanter Verbundkäfighaltung

• Holzabfälle (kein schadstoffbelastetes Holz wie Pressspan!) für Klettermöglichkeiten

Das dürfen Sie der Natur entnehmen:

• Gesteinsbrocken

Tipp

Das schmeckt einer Rennmaus:

• Löwenzahn

• Gräser

• Gänseblümchen

• Karotten ohne Grün

• Salat

• Zucchini

• Kohlrabi

• Kartoffeln ohne Keimlinge

• Äpfel

• Birnen

• Steinobst

• Beeren

• frische Obstbaum-, Nuss- und andere Laubbaumzweige

• Joghurt, Quark

• gekochte Eier

• rohe Nudeln

• Rosinen

• frische Erdnüsse

• Wurzelholz (kochen Sie es in einem großen Topf Wasser aus)

• Zweige und Äste von Laub-, Obst- und Nussbäumen

Rennmäuse leben am liebsten innerhalb des Familienverbandes.

Die Rassen und Farbschläge

Von den Wüstenrennmäusen gibt es im Handel selten andere als die Mongolische Wüstenrennmaus, die in den vergangenen Jahren auch in verschiedenen Farbschlägen gezüchtet wurde. Die Naturfarbe ist noch immer am häufigsten anzutreffen. Man nennt diese Tiere „wildfarben" oder „agou-ti", eine Mischung aus Grau, Braun und Schwarz. Jedes einzelne Haar ist dunkelgrau-hellbraun-schwarz gebändert. Am Bauch sind die Haare fast weiß.

Aus den Agouti-Tieren hat man auch schwarze Rennmäuse gezüchtet, bei denen nur noch wenig Weiß und Braun zu sehen ist. Ferner gibt es Silber- und blaugraue (lilac) Tiere, welche im Chinchilla-Kleid sowie creme- und apricotfarbene oder hellbraune Rennmäuse, die allesamt helle bis rote Augen haben. Auch bei Rennmäusen kennt man Albinos, die ein rein weißes Fell besitzen. Neuere Züchtungen sind Schecken in allen hier genannten Farben.


 

So füttern Sie richtig

Rennmäuse werden ähnlich wie Hamster ernährt. Sie sind wie diese keine reinen Vegetarier und lassen sich gern auch Insekten und Mehlwürmer schmecken. Die Hauptnahrung besteht aus einer Körnermischung (z. B. Hamsterfutter), ergänzt durch Saftfutter. Je mehr Grünzeug die Tiere fressen, desto weniger werden sie trinken. Manche Rennmäuse trinken praktisch überhaupt nicht. Sie sollten die Trinkflasche trotzdem immer mit frischem Wasser füllen. Für einen Käfig mit zwei Rennmäusen genügt täglich ein Esslöffel voll Körnerfutter, dazu ein Apfelschnitz, ein Stückchen Karotte oder andere Leckereien, die Sie den Tieren aus der Hand füttern.

Wenn die Rennmäuse genügend Platz haben, werden sie sich eine Vorratskammer anlegen. Dort kontrollieren Sie täglich, dass kein Futter verschimmelt. Horten die Tiere dort viele Körner, haben sie zuvor zu viel angeboten. Geben Sie einen Tag lang kein frisches Körnerfutter.

Mögen die Mäuse das Futter nicht, wechseln Sie die Sorte. Sie können auch Papageienfutter dazumischen. Werden die Mäuse dick und träge, füttern Sie zu viel Fett. Reduzieren Sie den Anteil an Nüssen und Sonnenblumenkernen und erhöhen Sie die Menge an Grünfutter. Geben Sie zusätzlich ab und zu eine Handvoll Heu mit in den Käfig. Das Heu kaufen Sie besser im Zoogeschäft, um sicher sein zu können, dass keine giftigen Pflanzen darin sind.


 

Der richtige Umgang mit Rennmäusen

Rennmäuse, die bereits in Gefangenschaft gezüchtet wurden, wissen, dass ihnen vom Menschen keine Gefahr droht. Daher sind sie nicht scheu und reagieren auf Klopfen am Gitter oder an der Scheibe mit Neugier. In der Natur würden sie sicherlich schnell in ihrem Bau verschwinden, da sie verschiedenen anderen Tieren als Beute dienen. Die Mäuse lassen sich nicht gern um den Bauch fassen. Auch am Schwanz darf man sie keinesfalls festhalten. Um sie auf korrekte Art zu heben, lockt man sie auf die Handfläche und hält die zweite Hand zum Schutz darüber.

Eingewöhnung

Die domestizierten Tiere sind anfänglich handscheu, was sich bei ein wenig Geduld und Geschick ihres Halters aber bald verlieren wird. Zuerst sollte man den Rennmäusen ihre Behausung einrichten: Einstreu, Schlafhaus, Nestmaterial, Klettermöglichkeiten, Laufrad, Futterschalen und Wassernapf kommen an ihren Platz. Saftfutter geben Sie noch nicht. Das heben Sie sich zur Zähmung der noch Widerspenstigen auf. Während Sie den Käfig einrichten, bleiben die Mäuse, damit sie nicht ausbrechen, gut überwacht in ihrer Transportschachtel. Diese wird dann in den Käfig gesetzt und geöffnet. Nun geben Sie den Tieren Gelegenheit, sich häuslich einzurichten. Dies wird gut zwei Stunden Zeit in Anspruch nehmen, währenddessen Sie nur zusehen, was die Tiere treiben: ob sie sich normal verhalten und - soweit es jetzt schon geht - sich wohl fühlen. Die Rennmäuschen richten sich ihr „Schlafzimmer" ein und verschwinden dann erst einmal darin, um sich auszuruhen.

Sobald Sie sehen, dass das neue Zuhause akzeptiert ist, vielleicht schon am Ankunftstag oder am Tag darauf, beginnen Sie, die Mäuschen handzahm zu machen. Dazu legen Sie eine Karotte, ein Löwenzahn- oder ein Salatblatt auf Ihre Handfläche und locken damit die Mäuschen im Käfig heran. Halten Sie sich ganz ruhig und warten Sie, dass die Tiere auf Ihrer Hand herumturnen. Dies wiederholen Sie nun öfter, bis die Scheu vor der hereingereichten Hand ganz verschwunden ist. Versuchen Sie, die Mäuse allmählich ein wenig zu streicheln, bis sie von selbst kommen, um sich - noch immer im Käfig - streicheln zu lassen.

Eine Schecke in Schwarz.

Zahme Rennmäuse klettern auf die Hand und lassen sich so hochheben.

Nun heben Sie die Hand immerein bisschen an, wenn eines der Tiere sich niedergelassen hat, so lange, bis es daraufsitzen bleibt und sich herausheben lässt. Mit der anderen Hand decken Sie das Tierchen vorsichtig ab, sodass es nicht herausspringen kann. Jetzt können Sie die Mäuse auch zum Freilauf auf den Boden setzen. Sie lassen sich problemlos wieder einfangen. Wenn Sie nun das Begrüßungszeichen geben, werden die Tiere neugierig angelaufen kommen.

Rennmäuse haben keinen Tag- und Nachtrhythmus, sondern halten etwa alle vier Stunden ein Nickerchen. Nach zwei Stunden Wachsein werden sie müde.

Freilauf

Tipp

Ein guter Trick, die Tiere zu „programmieren", ist der, jedes Mal, wenn Sie sich Zeit für sie nehmen, zur Begrüßung an die Scheibe oder die Gitterstäbe zu klopfen.

Bei so eifrigen Nagetieren wie den Rennmäusen ist der Freilauf immer ein wenig problematisch und sollte nur unter streng kontrollierten Bedingungen erfolgen. Rennmäuse können aus dem Stand bis zu 30 Zentimeter in die Höhe schnellen und erreichen sowohl kletternd wie springend auch höhere „Etagen". Eine einzige unbeaufsichtigte Stunde im Zimmer kann ihnen genügen, um wichtige Dokumente, Bücher oder Akten zu zerfetzen oder Elektroleitungen durchzunagen.

Das soll aber nicht heißen, dass man Rennmäusen überhaupt keinen Freilauf gewähren sollte. Die Tiere werden im Gegenteil ihren Ausflug sehr genießen. Nicht umsonst heißen sie Rennmäuse. Man sollte die kleinen Nager zur Sicherheit jedoch keinen Moment aus den Augen lassen und auch kein allzu großes Zimmer dafür auswählen. Je kleiner und spärlicher der Raum eingerichtet ist, desto besser. Es sollte aber auch kein kalter Kellerraum oder eine unbeheizte Dachkammer sein.

Um das Zimmer auf die „Invasion" der Mäuse vorzubereiten, schließen Sie zunächst alle Türen und Fenster und vergewissern Sie sich, dass nicht alle paar Minuten ein Familienmitglied herein- oder hinauswill. Verstellen Sie alle kleinen Schlupflöcher, die den Zugang hinter Schränke und Polstermöbel erlauben und aus denen Sie die Tiere nicht leicht wieder hervorholen können. Elektro-, Antennen- und Telefonkabel legen oder hängen Sie möglichst weit nach oben. Entfernen müssen Sie alle für die Tiere erreichbaren Grünpflanzen. Und auf keinen Fall dürfen andere Heimtiere zur gleichen Zeit frei laufen.


 

Spiel und Spaß mit Rennmäusen

In den Kapiteln „Hamster", „Meerschweinchen" und „Kaninchen" finden Sie Spielideen, die in gleicher Weise für Rennmäuse geeignet sind. Der einzige Unterschied, den es zu beachten gilt, besteht darin, dass die Wüstenrennmäuse springen können und aus einem Karton, in dem ihr Spielplatz aufgebaut ist, mit einem Satz heraushüpfen. Daher genügt es für sie, den Abenteuerparcours auf einem großen Brett zu arrangieren, das Sie in das Freilaufzimmer stellen. Besonders ein Röhren- und Schachtellabyrinth wird Ihren Rennmäusen großes Vergnügen bereiten.

Die Superröhre

Aus Toiletten- oder Kücheninnenrollen kann man eine oder mehrere Superröhren zusammenstecken, die kreuz und quer durch das Freilaufzimmer führen. Mit einem Trick kann man die Röhren ganz einfach aneinander stecken: Sie schneiden viermal in ein Röhrenende auf einer Länge von etwa 1 bis 2 Zentimetern, sodass vier „Laschen" ent stehen. Zwei dieser Laschen drücken Sie leicht zusammen und stecken das unversehrte Ende einer anderen Pappröhre darauf. An das andere Ende dieser Röhre werden nun wieder vier Schnitte angebracht, in die Sie die nächste Röhre stecken, und immer so weiter, bis die Pappschlange lang genug oder Ihr Vorrat aufgebraucht ist. Später können Sie diese Röhren auseinander ziehen und einzeln als Nagespaß in den Käfig geben.

Wühlkiste

Alle Rennmäuse, die in Käfigen gehalten werden, also nicht die Gelegenheit haben, sich selbst einen Bau zu graben, sollten ab und zu in die Wühlkiste gesetzt werden. Dazu besorgen Sie sich eine möglichst hohe Kiste oder wenigstens einen sehr stabilen Karton, der gut einen halben Meter hoch ist. Dieses Behältnis füllen Sie mit einem Sand-Erde-Gemisch, stecken ein paar Pappröhren als „Animation" in den Sand und lassen die Mäuse darin nach Herzenslust herumwerkeln. Wer nicht die ganze Zeit zugucken möchte, baut für die Kiste eine luftdurchlässige Abdeckung, zum Beispiel einen Holzrahmen, der mit Fliegengitter bespannt ist. Die Rennmäuse dürfen nicht länger als eine Stunde im Sand herumwühlen, weil sie sonst beginnen, sich dort heimisch zu fühlen. Verändern Sie die Kiste nicht, sondern lassen Sie die Rennmäuse am nächsten Wühltag, der nicht der nächste Kalendertag sein muss, dort weiterarbeiten, wo sie das letzte Mal aufgehört haben.


 

Wenn die Rennmaus krank wird

Dass etwas mit der Maus nicht stimmt, merken Sie entweder am veränderten Aussehen, nämlich an einem struppigem Fell, einem verklebten Hinterteil, an tränenden Augen und kahlen Stellen oder am Verhalten. Die Tiere werden apathisch oder kratzen sich unentwegt, sie bewegen sich ungelenk oder husten und niesen. In der Regel sollten Sie bei einem dieser Symptome zum Tierarzt gehen, denn nur er wird die richtige Diagnose stellen können. Bei Hauterkrankungen beispielsweise kann lediglich ein Experte erkennen, ob es sich um Milben oder um eine Pilzerkrankung handelt.

Sorgen Sie bei Husten und Schnupfen, den typischen Anzeichen einer Erkältung, dafür, dass der Käfig frei von Zugluft an einem warmen Ort steht, und geben Sie zusätzlich wärmendes Nistmaterial hinein.

Bei Durchfall sollten Sie sofort zum Tierarzt gehen, da der große Flüssigkeitsverlust die Mäuse sehr stark schwächt und nur der Arzt schnell helfen kann.


 

Wenn Rennmausnachwuchs erwünscht ist

Wie bereits beschrieben, bekommen Rennmäuse nur bis zum Rande der Überpopulation Junge. Deshalb kann man unbesorgt ein Pärchen wählen (siehe auch „Der Kauf von Rennmäusen"), ohne ständig auf der Suche nach neuen Abnehmern für den Nachwuchs sein zu müssen. Wenn die Tiere sich doch stärker vermehren als erwünscht, lässt man das oder die Männchen kastrieren.

Rennmäuse gehen eine lebenslange Ehe ein und begatten sich lang und ausgiebig. Die Tragzeit beträgt nur drei bis vier Wochen, nach denen das Weibchen durchschnittlich drei bis acht blinde, hilflose und nackte Junge in einer geschützten Höhle im Käfig zur Welt bringt. Damit es jetzt bei Kräften bleibt, füttert man es besonders ausgewogen und sorgt für ausreichend Eiweiß, zum Beispiel einmal mit einem gekochten Hühnerei.

Zunächst kümmert sich nur das Weibchen um die Kleinen, später helfen dabei auch der Vater oder andere Sippenmitglieder. Drei Wochen nach der Geburt öffnen die Jungtiere die Augen, mit fünf Wochen suchen sie schon allein nach Nahrung, und noch eine Woche später gelten sie als ausgewachsen. Überzählige Tiere dürfen Sie jetzt in ein neues Zuhause geben. Einmal aus dem Familienverband herausgelöste Tiere werden nicht wieder von den anderen akzeptiert. Schon nach einer Woche Abwesenheit gelten sie als Feinde.

Bis zu neun Junge kann eine Rennmaus mit einem Wurf bekommen. Bietet der Käfig keinen weiteren Mäusen Platz, bekommen die Tiere keinen Nachwuchs mehr.

Die Jungtiere sind nur 3 bis 5 Gramm schwer und bei der Geburt völlig hilflos.


       Frettchen

 




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