Hauptseite | Registrieren | Login | RSSMittwoch, 16.08.2017, 22:39

Basteln & Spaß



Menü
Tiere kaufen, verkaufen & verschenken
Anzeige hinzufügen
Anzeige zu sehen
Anzeige
Kategorie
Holz [0]
Keramik [1]
Leder [0]
Naturmaterial [3]
Origami [1]
Papier, Pappe [11]
Stroh [1]
Textilmaterial [1]
Wolle [2]
Feiertage/Party [1]
Geburtstage [0]
Halloween [0]
Ostern [2]
Weihnachten [1]
andere [0]
Rätsel [0]
 

Spiele mit Pferden unterwegs


Wenn Sie schon ein paar Tage glücklich und vergnügt durch die Gegend reiten - es gibt Gegenden, wo das noch sehr wohl möglich ist -, so hat sich ganz allmählich, ohne viel Dazutun, eine Marschordnung gebildet. Sowohl Reiter als auch Pferde haben bevorzugte Partner, größere oder weniger große Sympathien entstehen.

In die Aufgabe der Führungsspitze können sich durchaus zwei Reiter teilen, einer hat die Karte und bestimmt die einzuschlagende Richtung, der andere muss schauen, dass Tempo und Gangarten mit Geländegegebenheiten und Pferdeenergie übereinstimmen, beides Aufgaben, die dauernd volle Aufmerksamkeit verlangen. Weiter hinten kann man sich auch einmal tragen lassen, vielleicht sogar die Beine aus den Bügeln baumeln lassen und völlig entspannt das Feriengefühl genießen, vorausgesetzt, man kennt sein Pferd gut genug und kann sich darauf verlassen, dass ein aufgeschreckter Fasan einen nicht zum Fußgänger macht.

Im großen und ganzen bildet sich eine geschlossene Gruppe mit einem immer stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühl. Kleine Spiele, die die Eigeninitiative wecken, sind nicht nur eine nette Einlage, sondern bringen Abwechslung, die unbedingt nötig ist, damit die Pferde nicht meinen, die Welt gehe unter, wenn sie von den anderen Reitern weg sollen. Ein richtiger Kleber kann viel Schweiß und Arbeit kosten.

»Pferdemusik« nennt Günther sein Lieblingsspiel. Wenn wir durch ein Dorf oder einen Wald mit vielen Schneisen reiten, wo man sich schnell aus den Augen verlieren, aber noch gut hören kann, reitet jeder einen anderen Weg. Gleich spitzen die Pferde aufmerksam die Ohren, die Bewegungen werden voller Aktion, und bald beginnt das erste zu wiehern. Der Tonnenbauch unter Ihnen wölbt sich, laut wiehernd stößt das Tier die Luft durch die geblähten Nüstern und ruft seine Kameraden. Bald antwortet aus einer Nebenstraße eines, manchmal beteiligen sich alle am Wiehern; die größte Überraschung ist natürlich, wenn ein fremdes Pferd antwortet: hier wohnt ein Ross im Dorf! Ein anderes Spiel: Man bestimmt einen Punkt in der Landschaft - die einsame Linde auf dem Hügelkamm dort drüben -, jeder muss sie einzeln anreiten, rechts ums Dorf herum oder mitten durch oder links daran vorbei.

Bild 30. Apfelernte


Bachläufe bieten sich zu Spielereien an, wenn es die Landschaft erlaubt, denn Flurschaden muss vermieden werden: Es gilt, einzeln von den anderen weg durchs Wasser zu gehen, das lässt sich zu echter Schwierigkeit steigern, wenn die Herde weggaloppiert! Dann ist es aus mit faulem »Tragenlassen«! Wasserdurchqueren ist nie ganz einfach, erst recht nicht, wenn die anderen flüchten.

Einmal kamen wir durch einen Fichtenbestand, der gerade ausgeschlagen worden war, die Stangen lagen noch kreuz und quer auf der Schneise, ein richtiger Cavaletti-Spielplatz!



Wiesen mit Heinzen (Heuständern) sind wie geschaffen zum Figurenreiten; man kann sie in verschiedenen Gangarten in Volten und Schlangenlinien umreiten, ein wenig Versammlung zwischendurch schadet niemandem, oder Sie üben, mit hingegebenem Zügel nur mit Gewichtshilfen Slalom zwischen den Dingern zu reiten. Wenn Sie ein paar Mal hängengeblieben sind, werden Ihre Hilfen deutlicher und klarer.

Zum Schönsten natürlich gehören Wettrennen über Stoppelfelder, wenn alle nebeneinander Platz haben; so ein Rennen liegt so sehr in der Luft, dass die Pferde an einem geeigneten Ackerrand schon mit den Ohren spielen und nicht auf einen Startbefehl, sondern höchstens auf eine Starterlaubnis warten, um dann freudig loszustürmen. Da packt sie und uns der Ehrgeiz. Die Pferde werden eine Etage niedriger, die Ohren liegen flach in der Mähne und wir auch!

Man kann auch aus der Satteltasche Kekse verteilen, ohne anzuhalten, aber das darf man eigentlich nicht! Günther geht es jedenfalls gegen seine Kavalleristenehre; dabei ist es gar nicht so leicht, aus der Satteltasche hinter sich während des Reitens Dinge herauszukramen und auch, wenn die anderen plötzlich antraben, nichts zu verlieren, die Tasche wieder ordentlich zuzumachen und dann bei allen anderen seine Ware abzuliefern, auch bei dem Reiter des Pferdes, das das eigene nicht leiden kann!

Immer beliebt ist es natürlich, Äpfel und Zwetschgen vom Sattel aus zu ernten. Da der Apfel, den man will, stets zu hoch hängt, steht man auf im Sattel; parieren Sie mal stehend genau gezielt unter dem Apfel zum Halt! Es gehört sich eigentlich, seinem Ross vom Sattel aus den Butzen zu verehren. Wie lang so ein Pferdehals ist und wie weit weg das Maul, da geht mancher Butzen verloren!

Nun, einer merkt immer, wenn es endlich Zeit ist, zügig weiterzureiten, aber nach solchen Lockerungseinlagen gehen die Pferde, auch wenn sie ihre Marschordnung wieder haben, viel aufmerksamer und sind bereit, Hilfen anzunehmen. Sie trotten nicht mehr so gelangweilt dem Leitgespann hinterher.


      

 




Einloggen
Suche
Kalender
«  August 2017  »
Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031
Archiv der Einträge
Freunde











HoumEinträgeGestalten mit textilen MaterialienBemalen und Bekleben von HolzgegenständenFormen mit SuralinArbeiten mit Papier und PappeWir feiern FesteWeihnachtenOsternGeschenke bastelnGeschenke verpackenMalen onlineRätselKindergeburtstageHaustiereMit Pferden unterwegsWelcher Stern ist das?Selbstverteidigung für Frauen

Basteln & Spaß © 2010