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Stalldienst


Anbinden, Füttern und Tränken

Zu den besonderen Reizen des Wanderns mit Pferden gehört der innige Kontakt zu den Tieren. Man ist ganz raus aus dem Alltag und lebt den ganzen Tag mit dem Pferd zusammen, so dass man spätestens am zweiten oder dritten Tag seinen ruhigen Rhythmus angenommen hat. Wenn man nach der Hetze des Alltags - raus aus dem Auto, rauf aufs Pferd, das womöglich schon gesattelt in der Bahn steht - eine Stunde reitet und das Pferd wieder abstellt, wie soll man da Kontakt finden? Die Freundschaft eines Pferdes ist viel schwerer zu gewinnen als zum Beispiel die eines Hundes, man muss sich stärker bemühen, dazu ist besonders die Beschäftigung mit dem Pferd, wenn man nicht oben sitzt, geeignet.. So betrachtet, gewinnt der Stalldienst an Anziehungskraft! Kommt man ins Quartier und der Stall ist noch nicht vom »Trossauto-Fahrer« vom Dienst sorgfältig vorbereitet, so hält jemand vor dem Stall die Pferde, bis der Stall auf Sicherheit - scharfe Ecken, herausstehende Nägel - geprüft, Anbindeplätze in etwa zwei Meter Abstand vorbereitet sind und eingestreut ist.

Wenn man nicht mitten in einem Ort ist, lässt man die Pferde noch ein bisschen weiden. Man nimmt Sattel und Trense ab, führt die Pferde mit Stallhalfter am Strick und lässt sie an einem Wiesenrand oder auch nur am Wegrand grasen, das ist entspannend für Ross und Reiter! Ein Reiter kann gut zwei Pferde nehmen, dann sind genügend Reiter frei, um den Stall zu richten.


Im Stall sollen Pferde immer mit dem Stallhalfter und nie nur mit einem Strick um den Hals angebunden werden. Es gibt Entfesselungskünstler, die aus jedem Halfter herauskommen. Man bindet sie mit einem breiten Lederhalsband an. Der Anbindestrick darf nicht zu lang sein, damit sich das Pferd nicht verheddern, und nicht zu kurz, damit es sich bequem hinlegen kann. Keinen Wanderstrick am Hals lassen! Doppelstricke, wie sie in Verladeautos verwendet werden, sind im Stall ungünstig, denn es besteht die Gefahr, dass das Pferd hineintritt und sich verhängt. Ideal ist ein Durchlaufring (siehe hier).

Man füttert immer zuerst Rauhfutter: Heu, Häcksel und Stroh, das sie sich aus der Streu heraussammeln. Abends sind die Pferde hungrig und drängen manchmal heftig in den Stall; es ist gut, wenn dann schon Futter bereitliegt. Die Pferde stehen dann erst mal ruhig und sind beschäftigt. Auch morgens legt man zuerst Heu vor und kann dann in Ruhe ausmisten und die Streu auflockern. Wenn man wieder in den Stall kommt, bleibt die Streu liegen. Kehrt man nicht zurück, muss man entweder den Stall selber wieder aufräumen, was ziemlich viel Zeit kostet, oder man kann sich mit einem guten Trinkgeld von dieser Pflicht loskaufen.

Nun das Tränken; es ist eine heikle Angelegenheit: Unterwegs nützt man jede Gelegenheit aus, die Pferde zu tränken, an Brunnen, Bächen und anderen Gewässern, allerdings nur, wenn man gleich weiterreitet. Will man stehenbleiben, auch nur für eine Viertelstunde, darf man nicht gleich saufen lassen. Günstig ist, wenn man etwa eine halbe Stunde vor Erreichen des Abendzieles satt saufen lassen kann, man muss dann nur noch vor dem Füttern des Hafers ein wenig nachtränken. Ist es unmöglich, unterwegs zu tränken, lässt man sie erst eine halbe Stunde Heu fressen und tränkt dann. Wenn sie sehr durstig sind, legt man eine Lage Heu oder Stroh auf den Wassereimer, damit sie nicht zu gierig saufen, das könnte eine Kolik geben. Man gibt frisches, kein abgestandenes Wasser.

Beim Tränken ist auf saubere Eimer zu achten, Pferde saufen manchmal nicht, obwohl sie Durst haben, ohne dass wir den Grund ihrer Abneigung erkennen können. Bei einem Gasthof, der mit einer Metzgerei verbunden ist, wird sich selten ein Eimer finden, aus dem die Pferde Wasser annehmen. Man leiht sich einen im Nachbarhof; wenn ein Trossauto mitfährt, nimmt man den eigenen Wassereimer mit.

Erst nach dem Tränken gibt man Hafer, man darf nie auf Hafer tränken, Kolikgefahr! Hat man ein Trossauto dabei, kann man das gewohnte Kraftfutter geben; zum Beispiel gequetschten Hafer, er wird besser verdaut als ganzer. Reist man ohne Tross, muss man die Pferde vor dem Start an ganzen Hafer gewöhnen. Man kann auch Gerste oder Weizen füttern, Roggen sollte man nicht geben oder doch nur sehr wenig, er stopft. Wenn man fremde Pferde dabeihat, muss man sich vor der Reise sehr genau erkundigen, was für Futter sie gewöhnt sind und vertragen.

Auf der Reise bekommen die Pferde etwa zwölf Pfund Hafer pro Tag; je nach Größe, geforderter Leistung und der Fähigkeit, Futter zu verwerten, bekommen sie auch mehr oder etwas weniger. Man gibt am Abend die größte Ration; die Pferde haben dann die ganze Nacht Zeit zum Verdauen. Morgens zu viel Hafer und dann gleich satteln ist verkehrt, die Pferde werden träge, Kolikgefahr! »Schon wieder«, werden Sie sagen, aber man muß wirklich aufpassen. Die Kolikanfälligkeit bei den einzelnen Pferden ist sehr verschieden; etwas, was dem einen überhaupt nichts ausmacht, kann beim anderen schon gefährliche Folgen haben.

Wenn eine saubere Krippe im Stall vorhanden ist, schüttet man den Hafer da hinein, sonst füttert man in den mitgeführten Fressbeuteln aus Segeltuch. Man muß dabeibleiben und warten, bis die Pferde fertig sind, um ihnen die Beutel wieder abzunehmen. Man darf keinen Hafersack im Bereich des Stalles aufbewahren, es kann sich ein Pferd losmachen und zu viel Hafer fressen ... nun, was dann? Kolikgefahr! Diese Gefahr besteht auch bei Rüben, man gibt deshalb nur zwei Stück pro Kopf. Wenn die Pferde auf eine Weide mit viel Fallobst kommen, haben sie nachher Durchfall; das ist aber, wenn der Grund so klar erkennbar ist, nicht aufregend.


      

 




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