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Vorbereitung von Route und Quartier


Wenn wir uns zu einem Wanderritt entschließen, suchen wir zuerst die Hauptrichtung der Reise aus, teilen dann die Strecke in ungefähre Tageslängen ein und kundschaften für jede Nacht ein Quartier aus. Ideal ist ein einsamer Landgasthof mit einer leeren Scheune, Heu und Stroh und einer Weide hinterm Haus! Sehr gut ist es, wenn einer der Beteiligten Zeit findet, die Strecke mit dem Auto abzufahren und mögliche Quartiere anzusehen. Man hängt dann sozusagen die genaue Route an den gefundenen Quartieren auf.

Man wird die Entfernung zwischen den Quartieren, das heißt die zu reitenden Stunden steigern:

Am ersten Tag vier Stunden, später bis zu acht Stunden, wenn Reiter und Pferde eingewandert sind. Etwa alle drei bis vier Tage plant man in einem besonders hübschen Quartier einen Ruhetag ein. Weniger geübte Reiter und jüngere oder ruhebedürftige Pferde werden gerne ausruhen, alte Hasen auf nimmermüden Rössern können ruhig einen Spazierritt in die Umgebung unternehmen - ganz ohne Gepäck! Sind die Stationen fixiert, beginnt man die Strecke nach einer Wanderkarte im Maßstab 1:50000 oder 1:25000 festzulegen (siehe hier). Wenn man mit Trossauto fährt - die Gruppe besteht zum Beispiel aus vier Pferden und sechs Reitern können immer zwei umschichtig das Auto mit Reitergepäck, Stallutensilien und Hafersack fahren. Man verabredet sich zum Mittagessen in einem bestimmten Ort, in dem die Fahrer ein Quartier ausfindig machen, wo die Pferde abseits vom Verkehr sicher angebunden werden können.

Bild 26. Das im Stall angebundene Pferd muss sich bequem hinlegen können.


Die Nachmittagsfahrer bereiten dann das Nachtquartier vor: Räumön eine Scheune oder einen leeren Stall aus, binden Stangen zwischen die Pferdeplätze, besorgen Stroh zum Einstreuen und Heu, vielleicht pro Pferd ein bis zwei Rüben, drehen Haken zum Anbinden ein und hängen schon die Stallhalfter dran, tragen den Freunden das Gepäck auf die Zimmer, stellen den Stiefelknecht bereit und sind bass erstaunt, wie schnell Pferde zwanzig bis dreißig Kilometer marschieren, denn kaum sind sie mit dem Stalldienst fertig, kündet schon Hufgeklapper die Reiter an. Es ist schön, in einem fertig gerichteten Stall anzukommen! Es ist aber auch sehr reizvoll, sich ganz der Laune des Augenblicks und dem Zufall hinzugeben; ganz ohne Auto nur mit Mantelsack und Satteltaschen zu reiten und alles, was zum modernen Reisen gehört, zu vergessen. Das Gefühl völliger Unabhängigkeit von Zeit und Technik steigert das Erleben einer Reise mit dem Pferd noch erheblich. Man darf sich dann nur keine allzu langen Strecken vornehmen. Bei drei bis vier Pferden ist es mit einigem Glück möglich, eine bis zwei Stunden vor Dunkelheit noch Quartier zu machen. Günther meint ja, das hätte »Einquartierungscharakter«, aber ich finde es großartig, dass so etwas heute noch möglich ist, und manche, gerade alte Bauern und Wirte freuen sich, wenn heute noch solche Gäste kommen. Wir haben schon so viele nette Wirtsleute und Bauern in ganz kleinen Dörfern getroffen, die sich in ganz besonders herzlicher Fürsorge um die Pferdchen und uns kümmerten. Einmal waren in allen vier altmodischen Bauernbetten wohlig heiße Kupferwärmflaschen!

Bei mehr als vier Pferden muss die Übernachtung sehr gut vorbereitet werden.

Anforderungen, die an die Unterbringung der Pferde unbedingt gestellt werden müssen, sind: dass der Platz trocken und zugfrei ist und dass alle Pferde Platz genug haben, um sich bequem hinzulegen. Der Wirt, bei dem wir übernachten, kann uns bei der heutigen landwirtschaftlichen Situation in jedem Dorf ein leeres Gehöft nennen, eine leere Scheune, vielleicht sogar einen leeren Schafstall. Wenn die Pferde sich alle vertragen, ist das sogar ideal; man kann sie frei laufen lassen. In eine Scheunentenne gehen meistens genau vier Pferde rein. Man teilt die Tenne quer mit Stangen in Ständer und befestigt die Stangen an einer Seite der Tenne etwa in Meterhöhe, zum Beispiel an einer gut fixierten Leiter und legt das Ende der Stangen zur »Stallgasse« hin auf den Boden: frei schwebende Flankierbäume sind gefährlich! In einem Stall mit Vieh oder anderen Tieren muss man die Pferde, besonders von vorhandenen Pferden, gut abtrennen. Entscheidend ist in jedem Fall, dass sich die Tiere gefahrlos hinlegen können, deshalb nimmt man lieber eine eingezäunte Grünfläche im Freien als einen Stall, in dem sie zu eng stehen müssten. Bevor man einen Stall bezieht, muss man ihn sehr genau auf spitze, scharfkantige Stellen überprüfen, damit Verletzungen vermieden werden. Die Quartiere für Ross und Reiter sollen möglichst dicht beisammen sein, was in den kleinen Dörfchen, die man meist ansteuert, nur selten ein Problem ist. Nach dem Nachtessen und vor dem Schlafengehen sieht eine Abordnung noch einmal nach, ob bei den Pferden alles in Ordnung ist. Das darf nie versäumt werden. Auch einmal bei Nacht nachzusehen kann nicht schaden.

Bild 27. Scheunentennen lassen sich gut als Stall verwenden. Die Sättel müssen außerhalb der Reichweite der Pferde aufgebockt werden, am besten in einem ganz anderen Raum


Es gilt als stillos, mit dem Taxi (falls Sie mal am Rande einer Stadt landen) vom Stall zum Hotel zu fahren und mit Stallknechtsstiefeln und »Wurst« unterm Arm einer hinterm andern durch die Drehtür zu kommen, obwohl das sicher sehr effektvoll wäre; man würde wahrscheinlich exotischer wirken als ein Diplomat aus Nigeria in voller Nationaltracht.


      

 




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