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Es weihnachtet sehr

 

Geschenk auspacken

Analog zu dem bekannten Spiel „Schokoladenessen" müssen Sie kleine Geschenke (für jedes Kind) in einen großen Karton legen, den Sie mit einem Stück Kordel verschnüren. Um diesen verschnürten Karton wird noch ein Bogen Packpapier gewickelt und mit Kordel verschnürt.

Nun beginnt das fröhliche Auspacken. Dazu brauchen Sie einen Hut, einen Schal, ein Paar Handschuhe, einen Würfel, Messer und Gabel. Das Geburtstagskind beginnt die Würfelrunde. Alle, die nun eine „Sechs" würfeln, dürfen aktiv werden: Hut auf, Schal um, Handschuhe an, Messer und Gabel in die Hände und dann, ohne die Kordel aufzuschneiden, gilt es, das Paket zu öffnen. Die anderen Teilnehmer würfeln indessen weiter.

Bei der nächsten „Sechs" wechselt der Auspacker oder die Auspackerin. Es dauert lange, bis endlich das Geheimnis gelüftet ist, und der Karton geöffnet werden kann.

Jetzt darf jeder, wenn er an der Reihe ist, d.h. wenn er eine „Sechs" würfelt, sich ein Geschenk nehmen und scheidet damit aus. Vielleicht ergibt sich ein Gespräch über das Schenken und die Art, Geschenke liebevoll auszusuchen und zu verpacken. Viel Vergnügen!

Besinnlicher Ausklang

Wenn alle ihre Bratäpfel verzehren, klingt das Fest besinnlich aus. Vielleicht interessieren sich die Kinder für die Weihnachtsbräuche in anderen Ländern:

In Frankreich stopfen die Bauernkinder ihre Holzschuhe mit Heu aus. Das ist das Futter für die Kamele, auf denen die Heiligen Drei Könige reiten. Zu Weihnachten sind dann die Schuhe mit Süßigkeiten gefüllt.

 Ähnlich ist es in Spanien. Dort werden die Schuhe auf den Balkon gestellt. Es sieht lustig aus, wenn man die Straße entlang sieht, und auf jedem Balkon stehen Kinderschuhe. An Weihnachten sind sie dann auch mit Süßigkeiten gefüllt.

In Holland wird Weihnachten sehr besinnlich gefeiert. Das eigentliche Familienfest ist Sinterklaas, unser Nikolausfest. Die Geschenke gibt es schon am Vorabend des Nikolaustages, also am 5. Dezember. Wenn die Zeit es zulässt, kann noch eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen werden. Ein Beispiel finden Sie am Ende dieses Kapitels (unter dem Stichwort Vorlesegeschichte).


■ Speisevorschläge

Zur Kaffeezeit trinken die Kinder heiße Schokolade, und sie essen mit Butter und Marmelade oder mit Nougatcreme bestrichene Honigkuchenschnitten. Die Weihnachtsplätzchen sind mit verschiedenen Gesichtern (Schokoladen- oder Zuckerguss), dekoriert, andere Plätzchen stechen Sie als weihnachtliche Motive aus und verzieren sie mit Hagelzucker. Abends bieten wir Bratäpfel mit Vanillesoße an:

Äpfel ausstechen, mit Marmelade, Nüssen und Rosinen füllen. Als Abschluss der Füllung geröstete Mandeln. 15-20 Minuten in der Backröhre erhitzen, warm servieren. Dazu geben wir einen warmen Kinderpunsch: 1 1/2 l ungesüßter naturtrüber Apfelsaft, 300 g Zucker, 2 Zimtstangen, 2 Nelken, 2 unbehandelte Zitronen.


■ Geschenktipps



•  Farbige Bastelbucher für Kinder.
•  Das große Advents- und Weihnachtsbuch.
•  MB Spiele (8-12 Jahre).
•  Bastelset für Basteln.
•  Ein Gutschein für den Besuch des Weihnachtsmarktes.
•  Wissenswerten Spiele Spiele.


■ Geschichte



Kobo

Ja, am Heiligen Abend geschah das, was ich euch erzählen will, in einer Stadt hier bei uns in Deutschland.

Die Menschen waren am Nachmittag in die Kirche gegangen. Auf dem Weg nach Hause waren sie natürlich alle sehr aufgeregt, vor allem die Kinder. Jetzt sollte ja die Bescherung kommen. Es gab aber eine ganz andere Überraschung.

Überall in den Häusern war es das gleiche. Als nämlich der Vater in das Zimmer ging, um die Kerzen anzuzünden, saß da ein fremdes Kind. Und dieses fremde Kind sah ganz anders aus als die eigenen Kinder. Es hatte schwarze Haare, seine Haut war dunkel.

Fast alle Väter waren zuerst sprachlos und sagten dann beinahe die gleichen Worte: „Was machst du denn hier?" Aber nicht ein Vater bekam eine Antwort. In vielen tausend Wohnungen saßen die fremden Kinder stumm da und sahen die Männer mit großen Augen an, etwas ängstlich, bittend.

Danach holten die Väter ihre Frauen: „Else, komm doch einmal her", rief Herr Kurtau. „Die Kinder bleiben aber draußen. Draußen bleiben, habe ich gesagt. Friedo, kannst du nicht hören?" Herr Kurtau sagte gar nichts, sondern zeigte nur auf das Kind. Lange standen sie schweigend da. Dann sagte Frau Kurtau: „Oh, wie elend sieht der Junge aus!" Herr Kurtau aber sagte: „Ich rufe die Polizei an. Hier ist etwas nicht in Ordnung." Frau Kurtau war damit nicht ganz einverstanden: „Vielleicht besser den Arzt oder das Krankenhaus. Das Kind ist sicher krank. Es könnte ja sogar eine ansteckende Krankheit haben." „Willst du die Rechnung für den Arzt und das Krankenhaus bezahlen?" fragte Herr Kurtau.

Ja, so ähnlich ging es fast überall. Viele riefen tatsächlich bei der Polizei an. Bald wusste man bei der Polizei, dass es nicht nur ein Kind war, sondern Tausende. Was soll die Polizei am Heiligen Abend mit so vielen Kindern machen? Ärzte waren bald auch nicht mehr zu bekommen. Sie sagten nach der Untersuchung immer nur: „Das Kind ist unterernährt. Geben Sie ihm zu essen, dann wird es bald in Ordnung sein. Aber, bitte, zuerst leichte Kost."

So blieben die Kinder bei den Leuten. Leider waren viele sehr verärgert, sagten, das ganze Fest sei verdorben, und schimpften herum. Wie ging es bei Kurtaus weiter? Als die Eltern sich noch in erregtem Ton darüber unterhielten, was zu tun wäre, hatte Friedo - acht Jahre - seine Nase durch den Türspalt gesteckt und sah das fremde Kind. Er stieß einen lauten Schrei der Überraschung aus und rief sofort seine siebenjährige Schwester Luci. „Luci, Lucimaus, wir haben Besuch. Komm schnell einmal her." Beide Kinder kamen ins Zimmer gerannt und hüpften vor Freude. Dann gingen sie etwas behutsamer auf das fremde Kind zu, das etwa genauso alt wie sie war. Bei dem fremden Kind war eine Veränderung vor sich gegangen. Es strahlte. Friedo fragte das fremde Kind: „Wie heißt du?" Und weil das immer die erste Frage ist, wenn Kinder sich zum ersten Male sehen, gab das fremde Kind auch die richtige Antwort: „Kobo", sagte es. „Kobo, Kobo!!" schrien Friedo und Luci. Luci hatte noch nicht vergessen, dass die Kinder das Zimmer nicht betreten sollten. Sie wollte ja auch den Baum nicht sehen, ehe die Kerzen angezündet waren. „Komm, Kobo, wir müssen vor der Tür warten", sagte sie. Sie hielt Kobo die Hand hin, und Kobo stand tatsächlich auf. Alle drei liefen in den Flur, wo es eine lebhafte Unterhaltung gab.

Die Eltern hatten stumm und hilflos bei all dem zugesehen. „Was also nun?" fragte Herr Kurtau, „Polizei oder Krankenhaus?" „Kerzen anzünden", sagte die Mutter. Dabei sah sie ihren Mann mit einem sehr festen, aber auch sehr lieben Blick an. Herr Kurtau blieb nichts anderes übrig, als nach den Streichhölzern zu greifen. Die Mutter ging zu den Kindern, und als der Gong im Zimmer ertönte, stimmte sie mit ihnen an: „Ihr Kinderlein kommet." Dann gingen sie hinein, Kobo zwischen Friedo und Luci, dahinter die Mutter. So standen sie vor dem Baum und sangen die zweite Strophe. Und es schien, als sänge sogar Kobo mit. Während Herr Kurtau die Weihnachtsgeschichte vorlas, hatten die Kinder ihre Augen auf die Figuren im Stall gerichtet. Eine Figur fesselte sie dieses Mal besonders: der schwarze Kaspar. Friedo hatte große Mühe, das Ende der Geschichte abzuwarten, denn er hatte eine großartige Idee, als er den schwarzen Kaspar zwischen Melchior und Balthasar stehen sah: „Wir spielen ,Die drei Könige'", platzte er heraus. Und er zeigte auf die drei Figuren und auf sich und die beiden anderen Kinder, so dass Kobo wusste, worum es ging.

Ich kann nicht alles erzählen, was sich noch zutrug bei Kurtaus. Nur von der Bescherung muss ich noch berichten. Es war nicht ganz einfach, aber sie waren alle so glücklich dabei wie nie zuvor. Es war bei Kurtaus so Sitte, dass man von Tisch zu Tisch ging und bei dem jüngsten Familienmitglied, also bei Luci, anfing.

Ohne dass irgendeine Absprache stattfand, wusste jeder von den Kurtaus, worauf es ankam. Man musste mit dem ersten Blick auf den eigenen Gabentisch entscheiden, welche Geschenke man Kobo abgeben wollte. Kobo sollte nämlich nicht merken, dass für ihn gar nichts vorgesehen war. Er sollte den Eindruck haben, dass bestimmte Sachen von vornherein für ihn bestimmt waren. Luci machte es eigentlich am besten, obwohl sie es gar nicht leicht hatte. Sie sah auf ihren Tisch und griff ohne zu zögern zu einem Malblock und einer Schachtel mit Buntstiften: „Oh, das Christkind für Kobo!" Nun hatte sie etwas Zeit gewonnen. Angestrengt sah sie sich um, was wohl noch für Kobo sein könnte. Da fiel ihr Blick auf einen wunderschönen Schal, den sicher die Mutter gestrickt hatte. Es war ihr besonderer Wunsch gewesen, einen ganz langen Schal zu besitzen, so lang, dass die beiden Enden über die Schultern weit herunterhingen, eines vorne und eines hinten. Aberjetzt hatte sie noch einen viel größeren Wunsch: noch etwas für Kobo zu finden. Entschlossen griff sie den Schal, wand ihn Kobo um den Hals und gab ihm noch einen Kuss. Dann sah sie sich die anderen Geschenke auf ihrem Tisch an.

Die anderen Kurtaus folgten nun dem Beispiel Lucis, als sie an der Reihe waren, ihre Geschenke zu besehen. Wie gesagt: Ich kann nicht alles ausführlich erzählen. Es waren herrliche Tage. Als sie am Neujahrsmorgen aufwachten, gab es allerdings wiedereine Überraschung: Kobo war verschwunden. Jetzt erst erinnerten sich Kurtaus daran, dass Kobo auf so geheimnisvolle Weise erschienen war. Sie erkundigten sich bei den Nachbarn und fanden ihre Vermutung bestätigt: Alle Kinder waren so plötzlich verschwunden, wie sie am Heiligen Abend dagesessen hatten. Manche atmeten auf und sagten: „Gott sei Dank!"

Aber Kurtaus und viele andere waren sehr traurig. Es gab eine kleine Nachüberraschung. Einige Tage später kam mit der Post ein Brief ohne Absender. Dieser Brief enthielt nur ein Wort: „Danke schön." Von wem war der wohl? Von Kobo? Der konnte ja nicht schreiben! Luci hatte die beste Erklärung: „Der Brief ist, glaube ich, vom Christkind." „Jesus hat uns einen Brief geschrieben", bestätigte Friedo. Und das ist ja wirklich eine aufregende Sache, wenn man von Jesus einen Brief bekommt.

Noch ein letzter Schluss. In diesem Jahr hat Luci auf ihren Wunschzettel geschrieben: „Einen Schal, wie Kobo ihn im letzten Jahr bekommen hat. Und bitte, lass Kobo wiederkommen." Friedo schreibt keine Wunschzettel mehr, ja, er lächelt darüber, wenn Luci das tut. Aber er hat doch zu Lucie gesagt, dass er diesen Wunsch voll und ganz billige.

(Reinhard Köster)


        

Weihnachten
(WeihnachtskarteNikolausBaumschmuck, SternGeschenkhülle, KerzenhalterWeihnachtsmannStrohsternWeihnachtsschmuck)

 




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