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Selbstverteidigung für Frauen

Mit Schirm, Schwung und Köpfchen

Alfred Hasemeier


Jede Frau kennt das lähmende Gefühl, das in ihr aufsteigt, wenn sie sich verfolgt fühlt. Es muss nicht immer gleich ein Sittlichkeitsverbrecher oder Straßenräuber sein, auch Sittenstrolche können recht lästig und unangenehm werden. Aus seiner Erfahrung als Lehrer für Judo und moderne Selbstverteidigung hat der Verfasser A. Hasemeier in dem vorliegenden Buch alle die Griffe aus den verschiedenen Budo-Techniken zusammengestellt, die für eine Frau am brauchbarsten und geeignetsten sind, um sich ihrer Gegner zu erwehren, sie abzuschütteln oder gar, falls es sich um einen gefährlicheren Angreifer handeln sollte, ihn kampfunfähig zu machen. Anschaulich zeigt er, wie die mitgeführten "Waffen", wie z. B. ein Schirm, mit Köpfchen und Einfallsreichtum gebraucht, gute Dienste leisten können. Die leicht erlernbaren Griffe sind klar und einfach erklärt und mit anschaulichen Abbildungen erläutert. Ihre Beherrschung hilft den Frauen, die Furcht zu unterdrücken und lässt sie bei genügender Übung schwungvoll, blitzschnell und instinktiv zum richtigen Verteidigungsmittel greifen. Ist sie nicht gerade an einen routinierten Schläger geraten, wird sie den auf Gegenwehr nicht gefassten Angreifer abwehren können.

1. Geleitwort

2. Zweckgymnastik

3. Hinweis

4. Fälle, die sich täglich ereignen können

a) Unsittliche Belästigung

b) Überfall in der Fernsprechzelle

c) Die gestörte Lesestunde

d) Das Fahrrad als Helfer

e) Taschendieb an der Litfaßsäule

f) Überfall im Kraftwagen

5. Die vier Säulen der Selbstverteidigung

a) Der Angreifer will fassen

b) Er hat gefasst

c) Er hat gefasst und drückt

d) Er hat gefasst und zieht

6. Der Schirm als Verteidigungsmittel

7. Handgelenkentwindung einer Hand

8. Handgelenkentwindung beider Hände

9. Untergriff von vorn

10. Untergriff von hinten

11. Obergriff von vorn

12. Übergriff von hinten

13. Würgen von vorn

14. Würgen von hinten

15. Würgen seitlich

16. Würgen in der Bodenlage

a) Spinne

b) Langer Armhebel

c) Streckhebel mit Tritt ins Gesicht

17. Verteidigung aus der Bodenlage

18. Haarzug von hinten

19. Fußtrittabwehr

20. Schwitzkasten seitlich

21. Schwitzkasten von vorn

22. Doppelnelsonabwehr

23. Schlag- und Boxabwehr

24. Schlagen mit Gegenständen

25. Messerabwehr

26. Pistolenabwehr

27. Abwehr mehrerer Angreifer

28. Erklärung der empfindlichen Stellen am Körper

29. Begriffserläuterungen

30. Gesetze, die man kennen sollte

31. Schlusswort

1. Geleitwort

Als die Redaktion der „Kölnischen Rundschau" in Jahre 1968 den Gedanken hatte, zusammen mit dem Verfasser dieses kleinen Buches in Köln Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen einzurichten, fand sie ein starkes Echo. Die Unsicherheit und Gefährdung in nächtlichen Großstädten brachte die Redaktion aus ihrer täglichen Arbeit heraus auf diese Idee.

Hunderte von Frauen haben in praktischen Kursen ihre Grundausbildung erlernt. Sie wissen jetzt, wie man sich allein auf dem Heimweg von der Arbeit oder bei einem Spaziergang eines Sittenstrolches, eines Straßenräubers oder sogar eines Sittlichkeitsverbrechers erwehren kann.

Aus den Kursen der "Kölnischen Rundschau" hat Alfred Hasemeier neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen, die er in diesem Lehrbuch veröffentlicht. Frauen und Mädchen, die die Kunst der modernen waffenlosen Selbstverteidigung erlernen möchten, finden hier eine wertvolle Anleitung. Dieses Buch soll dazu beitragen, die Sicherheit auf unseren Straßen für Frauen zu verbessern.

2. Die Zweckgymnastik

Die Zweckgymnastik dient dazu, den Blutkreislauf zu fördern, den Körper zu stählen und die Übenden mit bestimmten Schlägen, Stößen und Tritten vertraut zu machen. Darüber hinaus verleiht sie dem Körper die notwendige Gelenkigkeit.

a) Kopfschlagen vor- und rückwärts

b) Kopfrollen nach rechts und links (Stärkung der Halsmuskeln)

c) Schulterrollen vor- und rückwärts (Stärkung der Halsbänder)

d) Mühlenkreisen rückwärts, mit gestreckten Armen dicht am Ohr vorbei. Die Bewegung erfolgt auf der Hüfte. (Mit Rückfaust zuschlagen)

e) Handkantenschlag mit der rechten und der linken Hand

f) Handkantenschlag auf die rechte Halsseite, nachsetzen über den Kopf auf die linke Halsseite (beim Wechsel Kreis ziehen)

g) Handkantenschlag mit der linken Hand auf die Leber, mit der rechten auf die Milz (Treffen der Organe)

h) Fingerstich links und rechts (zielt auf Magen, Solar-Plexus, Kehlkopf)

i) Kombinierter Schlag: Mit dem Faustrücken gegen die Hoden, durchziehen nach oben unter das Kinn

j) Beide Arme zur Vorhalte bringen und im Wechsel mit dem rechten und dem linken Fuß in die Handflächen treten

k) Tritt mit der Fußkante seitlich im Wechsel rechts und links

l) Aus der Übersetzstellung Tritt nach links und Wende auf dem rechten Fußballen mit nachfolgendem Tritt nach rechts,

m) Stöße mit dem Fußrist im Wechsel rechts und links (zum Treffen der Hoden)

n) Fünf Liegestützen (zur Stärkung der Oberarme)

o) Aus der Rückenlage zur Kerze aufschwingen und mit den Beinen pendeln

p) Aus der Rückenlage "radfahren"

q) Aus der Rückenlage Beine hochstrecken und kreisen

r) In der Bauchlage Arme gestreckt nach vorne halten und auf und ab wippen (schaukeln)

s) Aufrecht sitzen und mit den im Nacken gefalteten Händen vor- und rückbeugen

t) Im Stand Muskeln durch tüchtiges Schütteln der Gliedmaßen entspannen und lockern.

3. Hinweis

In den meisten Fällen wird die Körperkraft des Mannes der der Frau überlegen sein. Das weiß der Mann und rechnet deshalb bei seinem Angriff mit einem leichten Spiel. Er ist gar nicht auf eine Gegenwehr der Angegriffenen gefasst und hier muss die Selbstverteidigung der Frau bereits einsetzen. Um den körperlichen Vorteil des Mannes auszugleichen, bläst oder spuckt die schwächere Person dem Angreifer in die Augen oder sucht ihn durch irgendeine andere plötzliche List zu irritieren.

Der im Augenblick Überraschte schließt z. B. vor Schreck beide Augen, wendet sich ab u. ä. In diesem Moment trifft ihn die Frau mit einem Fingerstich oder Handkantenschlag auf einen anatomischen Punkt (Beispiel: Leber, Magen, Hoden oder Halsschlagader). Durch die Stoß- oder Schlagwirkung wird der Angreifer für kurze Zeit aus der Fassung gebracht. Sein Kreislauf ist für Sekunden gestört und so seine überlegene Kraft lahmgelegt. Der Körper ist schockiert. Jetzt kann die Hauptabwehr erfolgen. Merken Sie sich deshalb:

Grundsätzlich muss man den Gegner vor jeder Abwehr zu schockieren suchen.

4. Fälle, die sich täglich ereignen können

a) Unsittliche Belästigung

zu gewagte Annäherung

Der linke Arm wird nach vorne gestreckt: "Dort kommt Hilfe."

Der Angreifer blickt in die gezeigte Richtung.

 

Der gestreckte Arm schlägt mit dem Faustrücken gegen die Hoden. (Der Schlag wird aus der Hüfte heraus geführt.)

Es folgt ein Ellenbogenstoß auf den Solarplexus,

und unter das Kinn.

b) Überfall in der Fernsprechzelle

Der Handtaschendieb greift nach der Handtasche.

Der Telefonhörer trifft hart seine rechte Schläfenseite.

Es folgt nachsetzender Fußstich auf Solar-Plexus.

Tritt und Belastung auf die Bauchdecke.

 

с) Die gestörte Lesestunde

Der Störer tritt von hinten heran.

Seine Würgeumklammerung wird durch Fingerstiche unter die Nase unterbrochen.

Der rechte Arm des Störers greift unter dem rechten Arm der Überfallenen nach vorne. Sofort wechselt die Verteidigung über auf den rechten Arm des Mannes.
Aus tiefer Haltung nach vorne erfolgt Schulterwurf.

Tritt durch Wurf eine Verletzung der rechten Schulter ein, erfasst die Verteidigerin den linken Arm. Es folgen Belastung des Brustkorbs und Zug der Hand nach oben.

d) Das Fahrrad als Helfer

Der falsche Auskunftholende würgt plötzlich mit beiden Händen.
Das eigene Gleichgewicht wird sofort auf das linke Bein verlagert.

Das rechte Bein schlägt mit der Fußkante zu.

 

Anschließend stößt man das Vorderrad gegen den Bauch des Angreifers.

Wieder erfolgt Fußtritt gegen Oberschenkelschlagader oder Hoden.

Belastung und Stoß mit dem Vorderrad.

е) Taschendieb an der Litfaßsäule

Der Dieb fasst bereits nach der Handtasche.

Es folgt Tritt mit der Ferse (Absatz) in die Magengrube.

Nachsetzender Fußstich auf Salor-Plexus

f) Überfall im Kraftwagen

Der falsche Auskunftholende legt plötzlich seine Hände auf das Wagenfenster.

Streckt die Arme weiter und würgt.
Sofort stark den Kopf nach links drehen. Die Halsmuskeln werden dadurch angespannt.

Die linke Hand dreht schnell das Fenster zu. Die Handgelenke werden eingeklemmt. Wagen anfahren und den Täter mitziehen, dabei die Hupe benutzen. (Mitmenschen werden aufmerksam).

5. Die 4 Säulen der Selbstverteidigung

a) Der Angreifer will fassen

Anpusten und Arme zur Vorhalte bringen.

Beide Handspeichen schlagen in die Arme des Angreifers.

Nach starkem Anpusten Wende unter dem rechten Arm zum Rücken des Gegners.

Anschließend Armdrehgriff von unten. Erfassen der linken Schulter und Tritt in die Kniekehle.
Gegner kommt zu Fall.

b) Er hat gefasst

Der Gegner hat mit beiden Armen zugefasst.

Die linke Hand erfasst das rechte Revers. Nach starkem Anpusten erfolgt Fingerstich auf die Schilddrüse oder Kehlkopf.

Die linke Hand führt im großen Kreis den Angreifer zu Boden.
Tritt auf den Brustkorb.

c) er hat gefasst und drückt

Der Angreifer hat an den Oberarmen zugefasst und drückt. Es erfolgt leichter Gegendruck.

Der linke Fuß wird leicht auf den rechten Fuß des Angreifers gesetzt, dem Druck des Mannes wird wieder nachgegeben.

In kurzem Kreis wird der Angreifer nach hinten geworfen.

Der haltende Arm wird gestreckt durchgedrückt. Handkantenschlag auf die rechte Halsseite.

d) er hat gefasst und zieht

Der Angreifer bat in Höhe der Schultern zugefasst und zieht.

Der linke Fuß wird dicht neben den rechten Fuß des Angreifers gestellt.
Dem Zug wird nachgegeben, mit dem rechten Bein das rechte Bein des Angreifers fortgeschlagen.

Der linke Arm zieht den Körper etwas hoch, mit dem linken Fuß erfolgt Fußstich in die Rippen. Handkantenschlag auf rechte Halsseite.

6. Der Schirm als Verteidigungsmittel

a) Abwehr eines Handtaschenräubers

Schlag mit dem Schirm gegen den Fußknöchel oder Außenknie.

Fuß abfangen und Dieb zu Fall bringen.

Anschließend Tritt in den Rücken.

b)

Schlag mit dem Schirm auf die Halsschlagader.

Zurückziehen des Schirms gegen den Kehlkopf.
Vorsicht Lebensgefahr (Kehlkopfverletzung)

c)

Schlag mit dem Schirm von unten zwischen die Beine des Räubers.

Zurückziehen des Schirms, Krücke nach oben.
Anschließend Tritt in den Rücken.

d)

Täuschung, Schlag mit dem Schirmgriff in das Gesicht des Belästigers.

Sofortiges Zurückwenden der Schirmspitze zu den Hoden des Diebes.






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